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Sölring Foriining legt erneut Rechtsmittel ein

Weiter Wirbel um den Denghoog

Foto: Archiv Um ein Bauvorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft des Steinzeitgrabs Denghoog gibt es weiter erheblichen Wirbel.

Wenningstedt.(red/hwi) Der Vorstand der Sölring Foriining hat beschlossen, die Abweisung eines Eilrechtsschutzverfahrens über den Beginn eines Bauvorhabens in unmittelbarer Nähe des Denghoogs durch das Verwaltungsgericht Verwaltungsgericht nicht zu akzeptieren und weitere Rechtsmittel einzulegen. Auf dem Nachbargrundstück des im Besitz der Sölring Foriining befindlichen Großsteingrabes soll seit Frühjahr vergangenen Jahres eine Baustelle für die Entstehung eines Appartementhauses eingerichtet werden. Der Verein wehrt sich dagegen und hat bundesweit bereits 6.000 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt.

Aufgrund des drohenden Baubeginns und der Tatsache, dass der im September 2019 durch die Sölring Foriining bei der Unteren Baubehörde gestellte Widerspruch zur Baugenehmigung bis heute noch nicht beschieden ist, hatte der Verein das Eilrechtsschutzverfahren beim Verwaltungsgericht gestellt – mit dem Ziel, den Beginn der Bauarbeiten bis zu einer endgültigen Entscheidung ruhen zu lassen. Dieser Antrag ist nun nach Angaben des Vereins abgewiesen worden.

Aus Sicht des Vorstands der Sölring Foriining „ist es sehr bedauerlich, dass die Kammer nach rein baurechtlichen Gesichtspunkten entschieden hat und dem vom Verein beauftragten denkmalfachlichen Gutachten über die Minderung der Ausstrahlungswirkung des 5.000 Jahre alten Megalithgrabes durch das geplante Bauvorhaben nicht berücksichtigte“. Laut Beschluss, so die Sölring Foriining, sieht die Kammer die Baugenehmigung denkmalschutzrechtlich gewürdigt und beruft sich unter anderem auf die Anordnung archäologischer Untersuchungen.

„Nach Ansicht des Verwaltungsgerichtes ist die denkmalschutzrechtliche Genehmigung durch das Archäologische Landesamt nicht zu beanstanden, obwohl nachweislich während der Aufstellung des B-Plans Nr.7 weder von der unteren Denkmalschutzbehörde in Husum noch vom Archäologischen Landesamt in Schleswig denkmalschutzfachliche Festsetzungen zum Schutze des Denkmals erfolgten“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Denghoog finde in den sogenannten Rückläufern aus diesen Behörden nicht einmal Erwähnung. Eine fehlerhafte Ermessensentscheidung will das Gericht nach summarischer Überprüfung in diesem Eilverfahren dennoch nicht erkannt haben und schreibt im Beschluss, denkmalrechtliche Belange seien abgewogen worden. Diese Ansicht wird vom Vorstand des Vereines nicht geteilt. Der Vorstand der Sölring Foriining bezieht sich nun auf das Votum der jüngsten Mitgliederversammlung von Ende März und wird Beschwerde gegen das Urteil beim Oberverwaltungsgericht einlegen, um dem überregionalen Wert dieses Kulturdenkmales gerecht zu werden und sein Erscheinungsbild für die Insel und folgende Generationen zu sichern. Grafik: Sölring Foriining

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