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Der Bauernhofkindergarten in Braderup kann mit seinem neuen Anbau mehr Kinder aufnehmen

Seit 1. Juli ist mehr Platz

Foto: hwi Das ist das Team des Bauernhofkindergartens in Wenningstedt-Braderup (vordere Reihe, von links: Snjeza Preradovic, Lea Hübner, Vanessa Müller und Elena Tobert. Hintere Reihe von links: Ute Gantzel, Stefan Schilling, Karin Artschwager, Jennifer Ködel, Kirsten Lembke, Rade Komatovic, Mario Krohn und Tina Huth.

Braderup.(fbt) Beim Spielen Ziegen füttern, den gackernden Hühnern zusehen, die Kaninchen streicheln und ihren Stall sauber machen. Die Kinder im Bauernhofkindergarten in Braderup haben ein schönes Leben: Sogar die Kartoffeln und Radieschen auf dem Teller kommen vom eigenen Acker und das Essen von den eigenen Köchen. Und die versorgen die örtliche Schule gleich noch mit.
Seit 1. Juli ist nun ganz offiziell mehr Platz: Der Anbau ist eröffnet und Leiterin Karin Artschwager hat drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen in ihrer Einrichtung. Neue Wohnungen in der Gemeinde mit entsprechendem Zuzug und Geburten weckten den Bedarf für mehr Platz.

Durch Corona, erzählt die Leiterin, habe sich alles ein wenig verschoben, „wir konnten es entspannter und ruhiger angehen“. Das neue Gebäude hat zwei Gruppen-, einen Schlaf-, einen Waschraum und eine Garderobe – 20 kleine Jungs und Mädchen können hier ihre ersten Erfahrungen mit Altersgenossen machen: „Das ist wichtig, sie lernen, sich durchzusetzen“, so Karin Artschwager.
Die Krippenkinder bekamen sogar einen eigenen, neuen Spielplatz, der direkt an das Quartier der Ziegen grenzt. Die Hühner laufen umher, Hausmeister Radovan Komatovic kümmert sich um die Tiere, die die Kinder nicht selbst betreuen dürfen. „Es ist schon sehr idyllisch hier“, freut sich die Erzieherin. Was sie erzählt, klingt doppelt gut. In Großstädten gibt es nie genug Kindergartenplätze und es macht sogar mal eine Betreuungseinrichtung ganz zu.

Auf dem Bauernhofkindergarten sind dagegen noch nicht alle Plätze belegt; einige im Kindergarten für Krippenkinder reserviert; „bei uns müssen sich die Eltern nicht zweimal bewerben.“ An erster Stelle stehen Kinder aus Wenningstedt-Braderup, dann kommen Kampener oder andere kleine Sylter aus den Norddörfern an die Reihe.

Wer selbst schon Nachwuchs in einer Kita hatte, ist mit dem Begriff Betreuungsschlüssel vertraut: Damit ist die Anzahl der Kinder gemeint, um die sich eine Erzieherin oder ein Erzieher kümmert. In den Krippengruppen bis drei Jahre sind es im Bauernhofkindergarten zwei Vollzeitkräfte für zehn Kinder, im Kindergarten 1,5 Vollzeitkräfte für 20, plus Springer: „Ich bin ja gruppenfrei“, sagt Karin Artschwager, die mit anpackt.

Das schöne Kindergartengelände verdanken die Jungs und Mädchen dem Braderuper Matthias Tobias Buchholz und seiner Stiftung aus dem 19. Jahrhundert, den schönen Platz für Kinder gibt es seit August 2011.

Der Bedarf an Plätzen, berichtet Leiterin Artschwager dem Sylter Spiegel, ist nun weitgehend gedeckt. Aber vielleicht kommen ja noch mehr Familien, wenn sich herumspricht, dass der Bauernhofkindergarten eine runde Sache ist.

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