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Der Syltverkehr der (näheren) Zukunft

Schneller, häufiger, bequemer?

Foto: Frank Berno Timm Eine Diesellok der BR 245 im Westerländer Bahnhof. Die Lok könnte auf bis zu 160 km/h beschleunigen, darf ihre Geschwindigkeit aber nicht ausfahren.

Westerland.(fbt) Werktags, 16.22 Uhr am Bahnhof, der RE 6 in Richtung Altona setzt sich langsam in Bewegung. Fast alle Plätze sind besetzt, auch in Morsum und Keitum steigen noch viele Pendler ein, Corona-Abstandsregeln sind Makulatur. Erst in Husum, eine Stunde weit weg von der Insel, wird der Zug leerer. Auch morgens in die andere Richtung ist wieder eine Menge los.
Geht es nicht öfter mit den Zügen? Und ein bisschen schneller? Das Thema ist diffizil. Wie viele Züge pro Stunde im Syltverkehr fahren können, hängt von der möglichen Geschwindigkeit und der Art der Signale ab – zuzüglich der Technik, die dahintersteckt.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn nennt Zahlen: Zwischen Morsum und Klanxbüll, also über den Hindenburgdamm, können die Züge 140 km/h fahren, zwischen Niebüll und Klanxbüll bzw. zwischen Morsum und Westerland nur 100 km/h. Die Züge und Loks sind indes für andere Geschwindigkeiten zugelassen: Die Marschbahnzüge können schneller fahren, auch die Loks der Marschbahn (160 km/h). Die Loks der roten Autozüge fahren maximal 140 km/h, die Dieselloks der blauen Autozüge gar 160 km/h, die weißen IC-Wagen der Deutschen Bahn theoretisch sogar 200 km/h.

Zusammengefasst: Signale und Geschwindigkeit der Züge bestimmen – neben der Ein- und Zweigleisigkeit – die Kapazität der Marschbahn. Je schneller Züge fahren könn(t)en, um so unkomplizierter ginge der Bahnverkehr von und auf die Insel vonstatten, weil damit die Kapazitäten erhöht werden könnten.

Noch ist es nicht so weit. Die Deutsche Bahn prüft nach Aussage ihrer Sprecherin im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus und der Installation elektronischer Stellwerke (ESTW) auf Sylt und in Niebüll, ob demnächst schneller gefahren und damit die Kapazität ausgeweitet werden, also mehr Züge fahren können. Und der zweigleisige Ausbau? „Wir befinden uns in den Planungen und können noch keinen Starttermin nennen“, sagt sie auf Anfrage unserer Zeitung abschließend.

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