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Ostern 2020 auf Sylt: Bürgermeister Nikolas Häckel zieht positives Fazit

„Nur 20 Touristen abgewiesen“

Foto: Archiv Seit Mitte März ein gewohntes Bild auf den Bahnhöfen der Insel: Polizeibeamte kontrollieren Fahrgäste, ob sie auf Sylt Urlaub machen wollen.

Gemeinde Sylt.(hwi) Bürgermeister Nikolas Häckel hat heute eine positive Bilanz der Osterfeiertage auf Sylt gezogen. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte er: „Am Karfreitag mussten nur 20 Touristen von der Polizei abgewiesen werden. Wir haben die Ostertage, die dank unserer Gäste sonst acht Prozent des Jahresumsatzes ausmachen, ohne signifikanten Anstieg der Infektionsquote erleben dürfen.“ Und weiter: „Wir danken den Zweitwohnungsbesitzern und unseren Gästen für ihr Verständnis für diese ganz besonderen, aber notwendigen Maßnahmen.“

Die Insel ist, wie ausführlich berichtet, seit rund einem Monat weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Seit Mitte März dürfen Touristen und Zweitwohnungsbesitzer die Insel nicht mehr betreten. Sylt blieb also wegen der konsequenten Sperrung über Ostern und auch an den Tagen zuvor weitgehend ohne Gäste. Vor diesem Hintergrund sagte der Rathauschef: „Viele Sylter werden diese Feiertage nicht genossen haben – existenzielle Sorgen und Nöte werden sie auch in diesen Tagemn nicht losgelassen haben.“ Und nun müsse man sich auf Sylt auf einen neuen Alltag vorbereiten – „einen neuen Alltag, den wir mit und trotz dieses Virus gestalten müssen“.
Ein Grund für die konsequente Absperrung der Insel seit dem Morgen des 16. März ist nach Häckels Angaben die begrenzte Kapazität der Asklepios Nordseeklinik: „Unser Krankenhaus ist nach dem Krankenhausbedarfsplan des Landes Schleswig-Holstein ausgelegt auf rund 18.000 Sylter mit Hauptwohnsitz und verfügt über fünf Intensivpflegeplätze. Dies ist ein berechtigter Grund für den Kreis Nordfriesland und später auch für das Land Schleswig-Holstein, ein Zutrittsverbot unter anderem für die Insel auszusprechen – zum Schutz der Dauerwohnbevölkerung auf Sylt.“

Aber was verboten sei, reize offenbar, so der Bürgermeister: In den ersten Tagen des Zutrittsverbots habe Mitte/Ende März eine Vielzahl von Zweitwohnungsbesitzern ihre Zweitwohnung in eine Erstwohnung ummelden wollen. Auch seien plötzlich eine Menge angeblicher Wasserschäden in den Häusern festgestellt worden. „Aber natürlich hatten auch Sylter Existenzängste und brauchen ihren Vermietungsverdienst.“

Land, Kreis und auch die Inselverwaltung machten daraufhin offensiv Öffentlichkeitsarbeit, um die Hintergründe für die Sperrung zu erläutern. Und: Die Landespolizei verstärkte in Zusammenarbeit mit der Inselverwaltung ihre Kontrollen an den Bahnhöfen.

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