Bürgermeister auf Entscheidungen

Soll der Rathausanbau kommen?

Foto: © Matthias Kerber / Sylter Spiegel GmbH

Eberhard Eberle (r.) ernannte in der ersten Sitzung der Gemeindevertretung nach den Kommunalwahlen Peter Schnittgard erneut zum Bürgervorsteher.

Thu, 05. Jul 2018
Sylt

Nachdem die Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl am vergangenen Donnerstag erstmals zusammentrat und ihre Funktionsträger wählte (siehe Bericht unten), hofft Bürgermeister Nikolas Häckel für die kommende Wahlperiode auf eine „weiterhin vertrauensvolle, konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Gemeindevertretung und den Mitgliedern der verschiedenen Ausschüsse“. Der Rathauschef freue sich auf die Kooperation, „insbesondere mit dem neuen Vorsitzenden des Hauptausschusses, Holger Flessau, der auf Carsten Kerkamm folgt und mit dem ich in der Vergangenheit immer ein sehr vertrauensvolles Verhältnis gepflegt habe“, betonte Häckel im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nun, fast genau zwei Monate nach der Kommunalwahl, stünden für die Politik wesentliche Entscheidungen bevor, „beispielsweise die Frage, ob die Verwaltung zentralisiert werden soll, ob es einen Anbau an das Rathaus geben soll – und wenn ja, wie dieser Anbau aussehen soll“. Bis heute aufgeschoben sei ebenfalls die Frage nach der Zukunft des Multiparks – und wie man in diesem Zusammenhang vor habe, mit dem Syltstadion umzugehen.

Weitere Vorhaben, die aus Sicht des Bürgermeisters in der Gemeindevertretung bzw. in den Ausschüssen diskutiert und schließlich entschieden werden müssen:

  • Die Frage, ob es ein Dauerwohnraumkonzept für die Gemeinde Sylt geben soll – und wenn ja: Wie sollte dies aussehen?
  • Die Frage nach einem Verkehrskonzept, das vor allem einen Plan für den örtlichen Radverkehr als Schwerpunkt haben soll. Häckel: „Wie können wir die Verkehrsknotenpunkte in Westerland vor dem Hintergrund des beschränkten öffentlichen Straßenraums besser organisieren? Wir können beispielsweise nicht alle Normbreiten für Radwege garantieren. Wie wollen Politik und Verwaltung gemeinsam mit diesem Problem umgehen?“ Zudem gehe es in diesem Thema auch um die einheitliche Radwegeführung auf der gesamten Insel.
  • Thema Seniorenwohnen im Zentrum an der Steinmannstraße. Was wünschen sich die Senioren im Alter? „Um das herauszufinden, haben wir rund 2.500 Fragebögen an die hiesigen Senioren verschickt“, sagte Häckel. Rund 1.000 seien beantwortet wieder zurückgekommen – „eine erstaunlich hohe Quote.“
  • Thema „Wohnen für Azubis“: „In diesem Bereich sind wir mit den Sylter Unternehmern und dem Dehoga im Gespräch. Auch in dieser Frage müssen sich Verwaltung und Politik abstimmen“, so Nikolas Häckel. • Ein weiteres Thema ist die Schaffung von Parkraum: Soll Parkfläche zentral organisiert werden? Oder dezentral? Und welches Parkleitsystem ist gewünscht?

„Die Verwaltung hat für etwa die Hälfte dieser angesprochenen Projekte konkrete Pläne in der Schublade. Nun brauchen wir Entscheidungen aus der Politik, um in den einzelnen Themenfeldern auch weiterzukommen und die Dinge in die Realität umzusetzen“, betonte der Rathauschef. Viele der angesprochenen Themen seien solche, die auf die Zeit „nach den Kommunalwahlen“ geschoben worden seien. „Das steht jetzt auf der Agenda, dafür ist es jetzt aber auch an der Zeit.“

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Autor

rabuntu