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Dorfhotel stellt sich für das kommende Jahr neu auf

Neuer Name, neue Zielgruppen

Foto: fbt Gabor Hnizdos Haus steht vor großen Veränderungen

Rantum.(fbt) Bei schönem Wetter brummt das Dorf. Radfahrer, Spaziergänger, Autoschlangen. Für Fußgänger ein bisschen versteckt wartet das Dorfhotel auf seine Gäste. Direktor Gabor Hnizdo hat Neuigkeiten: Zum 1. April 2021 wird sein Haus einen neuen Namen tragen: „TUI BLUE Sylt“. „Wir wollen uns öffnen“, sagt Hnizdo, „auch Paaren und Alleinreisenden“. Bevor es losgeht mit dem neuen Konzept, schließt das Haus vom 4. Januar bis 31. März nächsten Jahres und wird gründlich renoviert, die ersten Arbeiten werden jetzt aufgenommen.
Es beginnt bei den Farben der Häuser: Sie werden bleiben, aber etwas dezenter ausfallen, alle Gebäude werden neu gestrichen: Das Spa, der Kinder- und Jugendclub, das Personalhotel (mit 62 Zimmern) und die Häuser für die Gäste.

Auch in den Gebäuden geht es zur Sache: Die Zimmer, sagt Hnizdo, werden neue ausgestattet, bekommen frische Farben; auch die Flure „bekommen ein neues Design- und Lichtkonzept“. Zimmer ist nicht ganz das richtige Wort: Alle Gästequartiere haben eine Küche, ein Wohn- und ein Schlafzimmer.

Der Direktor, schon in der ganzen Welt herumgekommen, leitet seit fünf Jahren mit 159 Zimmern und über 500 Betten das größte Hotel auf der Insel.
Die Schwimmhalle im Spa wird bleiben, die Sauna modernisiert und mit Whirlpool und Ruhezonen ergänzt.

Die Pläne betreffen auch die Außenanlagen: Die Spielplätze werden ebenfalls erneuert und modernisiert. Die Renovierungsarbeiten sollen einen einstelligen Millionenbetrag kosten.
Das Hotel wechselt den Typ: Aus dem bisherigen Dorfhotel wird das TUI BLUE. Das Haus wird zur Premiumklasse gehören, rund 100 gibt es davon weltweit. Dorfhotels existieren – noch – in Fleesensee und Boltenhagen (beides Mecklenburg-Vorpommern).
„Wir haben eine Alleinstellung durch unsere Strände und die Großzügigkeit der Anlage“, so Hnizdo. Sylt übe durchaus eine höhere Anzeihungskraft auf Urlauber aus als andere Quartiere, 40 Prozent seiner Hotelbesucher sind Stammgäste. Interessant ist das Einzugsgebiet: „An erster Stelle steht die Hansestadt Hamburg, dann kommt Nordrhein-Westfalen“. Unter den ausländischen Gästen haben die meisten einen Schweizer Pass; bisher steuern vor allem Eltern mit ihren Kindern das jetzige Dorfhotel an, in den Monaten November, Januar, Februar und März haben Hnizdo und seine Leute auch mal Busreisende im Haus.
Auch andere Räume der Anlage werden sich verändern: Die Bar wird erneuert, die Rezeption und die Lobby ebenfalls. „Der Parkplatz wird mit einer Hecke eingefriedet, dann bekommt das ein anderes Gesicht“, sagt der Direktor.
Auf sein Kommando hören 84 Mitarbeiter, die alle auch das neue Konzept mittragen werden. Das sehr gute Betriebsklima sei sowohl von der Industrie- und Handelskammer (IHK) als auch der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuss, Gaststätten (NGG) bestätigt worden. Das geht nur „mit individuellem Kümmern und Wertschätzung jedem Mitarbeiter gegenüber“, bekräftigt der Chef. Und fügt hinzu, mit seinen Leuten habe er „ganz großes Glück“. Während in der Branche die Fluktuation über das Jahr gesehen bei einem guten Drittel liegt, ist sie in Hnizdos Team bei sieben Prozent. Hnizdo setzt nur Fachkräfte ein und will nah bei seinen Leuten sein, wozu auch das gehört: „Ich trage sehr gern mal einen Teller mit raus“.

Fast ein eigenes Dorf

Draußen ist Leben. Gäste leihen sich Fahrräder aus, ein Crêpe-Stand hat aufgemacht. In den beiden Restaurants sind die Tische für den Abend gedeckt. Auf dem Schachfeld probiert sich ein kleiner Junge mit den großen Figuren aus. Auffällig: Der Ton ist mehr als freundlich, Hnizdos Mitarbeiterin Melina Schmidt, die über die Anlage führt, grüßt nach rechts und links, was auch erwidert wird. Die Häuser stehen so, dass sie auch mal einen kleinen Platz bilden. Wer will, kann sich sogar komplett ins eigene Zimmer zurückziehen und selbst für die Mahlzeiten sorgen. Und trotz schnell dreistelliger Preise bleiben die wenigsten Gäste nur eine Nacht.

„Wir freuen uns, dass wir endlich wieder mehr öffnen können“, sagt Melina Schmidt; bislang waren die Corona-Regeln mit sehr viel Aufwand verbunden, jetzt geht es schon etwas gelassener zu.
Der Raume für Kinder und Jugendliche erinnern auf den ersten Blick an einen Kindergarten – wäre da nicht die Kletterwand, an der sich Mutige ausprobieren können. Draußen am Gebäude haben die ersten Arbeiter mit den Vorarbeiten der Renovierung begonnen – nächstes Jahr um die Zeit ist das „TUI BLUE Sylt “ schon ein viertel Jahr in Betrieb.

Wenn es draußen schön ist wie in diesen Tagen, dann tobt in Rantum der Bär. Vorne auf der großen Straße strömt der Verkehr, jetzt in der Saison wie in der Großstadt.

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