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Onkel Johnny wird lebendig

Neue Strandwirtschaft mit besonderem Namen

Foto: hwi Als wäre man mit ihm auf See

Wenningstedt.(fbt) „Wir gehen zu OJ“. Onkel Johnny‘s Strandwirtschaft hat, ehe sie Anfang August eröffnet wird, schon ihren natürlich englisch ausgesprochenen Spitznamen weg, sagt Wirt Andreas Behrens. Er wird zusammen mit seinem Bruder Oliver die neue Strandwirtschaft, an der die letzten Arbeiten laufen, betreiben. Anfang August soll es eigentlich losgehen, ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Und Behrens erzählt, wer der Namensgeber für die Wirtschaft ist: Onkel Johnny, Bruder der Oma, war Seemann durch und durch. „Der rauchte die Stumpen seiner Zigarre in der Pfeife und ein Papagei saß auf seiner Schulter“, erinnert er sich. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, setzte Johnny sein Schiff vor Cadiz auf die Küste und blieb erst mal dort; kehrte 1942 zurück nach Deutschland und heuerte bei der Handelsmarine an. Nicht nur das: 4.000 Ostpreußen und Juden rettete Johnny. „Der hat die ganze Welt gesehen, und das wollen wir gern in die Strandwirtschaft mit hinübernehmen.“
Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, die Behrens-Brüder werden mit der Lebensgeschichte ihres Onkels, der sie einst vor seiner Haustür Sport treiben ließ, auf der Speisekarte spielen und eine ganz eigene Weltreise unternehmen. Internationale Spezialitäten werden mit Johnnys Lebensgeschichte verknüpft. Die einzelnen Mitarbeiter und ihre Chefs haben Dienstränge der Seefahrt vom Matrosen bis zum Kapitän auf ihren Visitenkarten stehen.

Zurück zur Speisekarte: Natürlich wird es auch das Standardprogramm einer Strandwirtschaft geben: Rumpsteak, Seezunge, Nudeln; fürs Mitnehmen Burger, Currywurst, Pommes und Poke Bowl, eine gerade angesagte Spezialität der Küche von Hawaii. Dass es auch eine Speisekarte für Kinder geben wird, erzählt Behrens natürlich auch.
Das alles können eine ganze Menge Gäste auf einmal genießen: Draußen hat „OJ“ 65, innen noch einmal 78 Plätze.

Schade nur, dass Onkel Johnny nicht mehr selbst dabei ist. Von Behrens ist zu erfahren, dass sein Großonkel um ein deutliches Wort überhaupt nicht verlegen war. Als an der Insel Buhnen gebaut werden sollten, fragte ein Fernsehteam den alten Seefahrer nach seiner Meinung: Der hat, erinnert sich Behrens, von „hochstudierten Idioten“ gesprochen, also nicht um den heißen Brei herum geredet. Und die kickenden Jungs vor seiner Haustür bekamen eine Wasserflasche hingestellt: „Die jungen Leute müssen ja mal was trinken.“ Demnächst kann man das dann in Onkel Johnnys Kneipe tun.

Onkel Johnnys Strandwirtschaft
Osetal 3, 25996 Wenningstedt-Braderup
Telefon: 04651 2999880

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