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SPD für Umbau der Verladung in Westerland

Künftig 500 statt 300 Stellplätze

Foto: Archiv Platz für Autos auf drei Autozügen will die Bahn auf dem Gelände der Autoverladung schaffen. Die Sylter SPD ließ sich jetzt die Umbaupläne vorstellen.

Westerland.(hwi) Aller Voraussicht nach im kommenden Jahr soll mit dem Umbau des Westerländer Autoverladeterminals begonnen werden, schreibt die SPD Sylt in einer Pressemitteilung. „Die Deutsche Bahn verspricht, dass mit einer erweiterten Staufläche und einem neuen Reservierungskonzept die in Hochsaisonzeiten immer wieder auftretenden Staus im Bahnhofsumfeld deutlich reduziert werden sollen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Um sich zu informieren, wie die bereits im vergangenen Jahr im Grundsatz präsentierten Pläne nun in den nächsten Monaten realisiert werden sollen, hatte der Sylter SPD-Vorstand mit Franco Lippolis den Leiter des DB-Inselverkehrs Sylt nach Westerland eingeladen. „Die Pläne haben uns überzeugt. Sowohl vom ökologischen als auch vom ökonomischen Standpunkt betrachtet, ist das ein gelungener Kompromiss.“

Bewohnern und Gästen der Insel wird so ein Stück weit die An- und Abreise erleichtert“, fasste das neue Vorsitzenden-Duo der Sylter Sozialdemokraten, Regine Scheuermann und Andreas Steinbiss, das Ergebnis des Informationsgespräches zusammen.
Diplom-Ingenieur Franco Lippolis, der in diesem Jahr von Alfred Onken die Zuständigkeit für den DB Inselverkehr Sylt übernahm, berichtete, dass schon bald mit den Bauarbeiten an der Westerländer Autoverladung begonnen werden soll. Gemeinsam mit seinem Vorgänger erläuterte er den Sozialdemokraten, dass die Warteflächen bis in den Bereich der Frachtverladung um mehr als 200 Plätze auf dann insgesamt mehr als 500 Stellplätze erweitert werden sollen. Damit wird die Fahrzeug-Stellfläche für drei komplette Autozüge auf dem Gelände des Terminals Westerland Platz finden. Zudem werden die Zufahrten von Lkw und Pkw räumlich voneinander getrennt.

Dieses Bekenntnis zum Standort Westerland für die Autoverladung wird von der Sylter SPD „äußerst positiv“ aufgenommen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. „Wer die Staus an einigen Hochsaison-Wochenenden in und um Westerland erlebt, weiß, dass da Handlungsbedarf besteht. Aber dafür zum Beispiel zwischen Tinnum und Keitum oder sogar in Morsum Freiflächen zu versiegeln, kann keine Lösung sein. Wenn die Autoverladung aus Westerland verlegt würde, ist es doch naiv zu glauben, dass an deren Stelle Parks, Gärten oder Grünflächen entstehen.“ Holger Weirup und Gerd Nielsen als SPD-Gemeindevertreter sind deshalb froh über das Vorhaben der DB.

Franco Lippolis betonte in diesem Zusammenhang, dass man an einer schnellen und ökologisch sinnvollen Lösung interessiert sei. Deshalb setze die DB auf eine Lösung auf dem Westerländer DB-Gelände. Eine Verlegung an einen anderen Standort, wie sie auf der Insel diskutiert werde, sei aktuell nicht geplant. Schließlich böten sich vor Ort noch weitere Optimierungsmöglichkeiten: So werde im Rahmen des Umbaus die Verkehrslenkung durch Einsatz moderner Technik für den Kunden vereinfacht. Dadurch werde der öffentliche Verkehrsraum um bis zu 1,5 Kilometer Rückstau entlastet. Zusammen mit der Einführung eines Reservierungssystems werden die Maßnahmen zu einer merklichen Entlastung an Spitzenreisetagen führen.

„Für die Einführung einer Reservierung ist es notwendig, Fahrzeuge entsprechend Ihrer Abfahrtszeit aufzustellen und zu sortieren. Mit der neu geschaffenen Aufstellfläche und der Modernisierung der Vertriebstechnik wird es möglich sein, online, mobil und personenbedient eine Reservierung für einen Stellplatz auf dem Sylt Shuttle zu erledigen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

„Wir sind froh, dass berechtigte Hoffnung besteht, das Verkehrsproblem während der An- und Abreisespitzen in den Griff zu bekommen. Wenn man sich gleichzeitig Gedanken darüber macht, wie man den Autoverkehr auf der Insel reduziert, kann sich die Situation deutlich entspannen. Wir haben hier in der Saison teilweise großstädtische Probleme und müssen dringend Pläne entwickeln, wie man den Radverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver gestaltet“, zieht Eberhard Eberle, SPD Gemeindevertreter und 1. stellvertretender Bürgervorsteher, zusammen mit dem neuen Vorstand der Sylter Sozialdemokraten ein positives Resümee der Bahn-Pläne.

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