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Hautkrankheiten: Nordseeklinik hat Zulassung für neues Behandlungsmodell

In Deutschland einzigartig

Foto: Asklepios Nordseeklinik Ein Teil des Teams in Sachen Entwicklung des neuen Behandlungsmodells (von links): Dr. Norbert Buhles, Ärztlicher Direktor der Rehabilitationsklinik; Thomas Piefke, Geschäftsführer; Claudia Zeidler-Bürschgens, Leitung Therapieabteilung; Dr. Hanka Lantzsch, Chefärztin der Abteilung Dermatologie und Allergologie; Claudia Zeidler, Dipl.-Psychologin; Johanna Bothe, Psychologin; Dr. Werner Kurrat, Oberarzt der Abteilung Dermatologie und Allergologie.

Westerland.(red/hwi) Die Asklepios Nordseeklinik hat die Zulassung für ein neues Behandlungsmodell erhalten, das derzeit einzigartig in Deutschland ist. Die Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation (VOR) vereint bei der Behandlung von chronischen Hauterkrankungen Ansätze der Medizin und der Psychologie. Seit Monatsbeginn hat die erste Phase nach einer Corona-bedingten Verschiebung begonnen. Bereits seit 2018, mit dem Eintritt von Thomas Piefke als neuem Geschäftsführer der Rehabilitationsklinik, arbeitete man an dem Behandlungskonzept für Patienten der Dermatologie. Ziel ist es nach Angaben der Klinik, ein Behandlungsmodell zu entwickeln, das nicht allein die Symptome einer dermatologischen Erkrankung berücksichtigt, sondern auch etwaige psychische Auswirkungen. Ein interdisziplinäres Team aus Dermatologen, Psychologen und Therapeuten entwickelte daraufhin das Konzept für die „Verhaltensmedizinisch orientierte Rehabilitation“.

Worum es geht
Die Psychodermatologie stellt eine Schnittstelle zwischen Medizin und Psychosomatik dar. Bei der Behandlung werden die Wechselwirkungen zwischen Hauterkrankungen und psychischen Belastungen, beispielsweise durch beruflichen Stress, berücksichtigt. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände zählen in den Behandlungsansatz hinein. Es ist wissenschaftlich anerkannt, dass psychische Belastungen den Verlauf von Hauterkrankungen beeinflussen können. Ein schwerer Krankheitsverlauf und einhergehende Einschränkungen im Alltag können nach Angaben der Chefärztin der Fachabteilung Dermatologie und Allergologie, Dr. Hanka Lantzsch, die auch die Zusatzbezeichnung psychosomatische Grundversorgung besitzt, Einfluss auf die psychische Gesundheit nehmen. Daher sei es entscheidend, dass für eine zielgerichtete Rehabilitation dieser Patientengruppe eine interdisziplinäre Behandlung forciert wird.

Hauterkrankungen können auch aufgrund ihres Erscheinungsbildes die Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten von Angstzuständen und depressiven Verstimmungen erhöhen. Bei langwierigen dermatologischen Erkrankungen kann es zudem zu einer Anpassungsstörung kommen. Zu den Erkrankungen mit einem besonders erhöhten Risiko zählen Akne-Erkrankungen (Acne vulgaris), Schuppenflechten (Psoriasis vulgaris) und Neurodermitis.

Wie gestaltet sich die VOR?
Die Beurteilung, welcher Behandlungsansatz gewählt wird, ist bei jedem Patient individuell zu treffen. Im Aufnahmegespräch von Arzt und Psychologen werden daher zunächst genau die Krankengeschichte und die persönlichen Umstände des Patienten beurteilt. „Bevor eine Behandlung beginnt, ist es wichtig, die persönlichen Umstände der Patientin und des Patienten zu kennen: den Verlauf der Hauterkrankung, Einschränkungen im Alltag und im Beruf oder das Auftreten von Juckreiz“, sagte Frau Dr. Lantzsch. Neben der medizinischen Behandlung der Hauterkrankung und ihrer Folgeerscheinungen werden individuelle Therapieangebote wie Meditation oder spezielle Bewegungstherapie am Strand von Psychologen, Sporttherapeuten und Ärzten für einen bestmöglichen Rehabilitationserfolg gewählt. Insbesondere Gruppentherapien haben nach Erfahrungen des Behandlungsteams gezeigt, dass die Betroffenen von der psychologischen Betreuung und dem Austausch mit Gleichgesinnten profitiert haben.

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