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Gesichtsmaske in der Fußgängerzone fast nicht zu sehen

Ich will frische Luft einatmen

Foto: hwi Kurz vor Himmelfahrt in der Friedrichstraße: Eigentlich ist alles so, als wäre hier nie etwas gewesen...

Westerland.(hwi) „Eigentlich ist alles so, als wäre nie etwas gewesen.“ Das Paar lief am frühen Mittwochabend über eine gut belebte Friedrichstraße von der Wilhelmine, der Sonne entgegen in Richtung Hauptstrand, sah viele Gäste bei traumhaften Frühlingswetter entspannt flanieren und im Straßencafé ein frisches Pils genießen. So geht Urlaub auf Sylt.

Corona-Krise? Bitte um Mund-Nasen-Schutz auch in der gut belebten Fußgängerzone, wenn‘s einmal etwas enger wird? So gut wie niemand trug an diesem Abend sein mittlerweile zur Gewohnheit gewordenes Alltagsutensil. „Die Menschen kommen auch hierher wegen der frischen Nordseeluft. Die hätte ich gerne eingeatmet“, sagte ein Mann mittleren Alters aus Hamburg, der am Sonntag mit seiner Frau auf die Insel kam. „Im Supermarkt oder bei Budni habe ich immer eine Maske auf, natürlich. Aber hier im Freien? Man kann‘s auch übertreiben!“ Sprach‘s und verschwand in Richtung Wilhelmine.

Die Gemeinde Sylt hat allerdings zur Sicherheit von Einheimischen und Gästen einige Regeln aufgestellt, an die sich alle halten sollen. Unser Überblick, den die Gemeinde auf ihrer Homepage veröffentlicht hat:

• Halten Sie anderthalb Meter Abstand zu anderen Fußgängern.
• Nutzen Sie bitte im gesamten Bereich der Fußgängerzone eine Mund-Nase-Bedeckung – auch außerhalb der Ladengeschäfte. Der Wind mag das Virus zwar forttragen können, aber ebenso auch von anderen zu Ihnen.
• Waschen oder desinfizieren Sie bitte häufiger Ihre Hände.
• Husten oder niesen Sie nur in Ihre Armbeuge.
• Auch kann die Berücksichtigung eines „Rechtsgehgebotes“ Missverständnissen vorbeugen und die Laufwege sicher gestalten.

Das Ordnungsamt, die Polizei und ein privater Sicherheitsdienst im Auftrag der Gemeinde Sylt werden vor Ort sein, um zu informieren und zur Einhaltung der Regeln aufzufordern – leiten bei konsequentem Nichteinhalten des Abstandsgebotes aber auch Bußgeldverfahren ein: Verweigerern droht jeweils ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro.

„Wir gehen aber fest davon aus, dass dies nicht nötig sein wird und appellieren an Ihre Vernunft: Bitte halten Sie sich an die Regeln – nur so kann die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt und unsere Insel offen gehalten werden“, appelliert die Gemeinde an Sylter und Touristen.
Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist eine ausdrückliche Bitte dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und keine Trennwand vorhanden ist – das ist in der Fußgängerzone oft der Fall. Das Nichtbefolgen wird aber nicht mit einem Bußgeld bestraft.

Sorgen macht man sich im Rathaus und bei den Touristikern über die Gefahr eines lokalen Lockdowns, sollten die Infizierungszahlen auf Sylt in den kommenden Wochen in die Höhe schnellen. Dann könnte eine erneute Zwangspause für noch schlimmere Folgen sorgen als in den beiden Monaten von Mitte März bis Anfang der Woche. Das kann niemand wollen – weder Einheimische, noch Zweitwohnungsbesitzer oder Gäste.

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