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Leserbrief

Früher mal eine Art Hauptstadt

Foto: Syltpicture/Volker Frenzel Die „Hauptstadt“ der Insel? Westerland aus der Vogelperspektive. Zur Bebauung der innerörtlichen Grünflächen äußert sich Alfred Bartling aus Morsum.

Zu aktuellen Entwicklungen auf der Insel äußerte sich dieser Leser:

„Man kann vieles begreifen, vieles aber auch nicht. Nachvollziehen kann man die Ablehnung der Gemeinde Sylt zum geplanten Dünenpark in List, da die Gemeinde Sylt stark von diesem massiven Projekt betroffen ist, sei es durch die verkehrliche Belastung, wie auch die Belastung der sonstigen insularen Infrastruktur. Ehrlicher und mehr Gewicht aber hätte die Ablehnung der Gemeinde Sylt gehabt, wenn sie bei ihren eigenen Projekten dieselben Maßstäbe anlegen würde. Denn dann hätte die innerörtliche massive Bebauung der vielen Grün- und anderen freien Flächen in Westerland auch nicht stattfinden dürfen. Und damit auch nicht die dadurch erfolgte Versiegelung dieser vielen Flächen, bei der schon jetzt problematischen Oberflächenentwässerung in Westerland. Auch die Gründe der Ablehnung für das Autokino auf dem vor Westerland liegenden Oase-Parkplatz – volle Insel und Lärm der an- und abfahrenden Autos – sind schwerlich nachzuvollziehen. Überhaupt, wenn dann die Gemeinde bei den schon jetzt innerörtlich katastrophalen Verkehrsverhältnissen durch Zentralisierung der Verwaltung (Rathausumbau) und Multipark noch mehr Autos und noch mehr Lärm direkt in den Ort holen will.

Früher war Westerland auch für die Sylter aus den anderen Dörfern immer eine Art Hauptstadt von Sylt, in die man gerne fuhr und wo man sich gerne aufhielt. Aber heute, ohne den geplanten Rathausumbau und Erstellung des Multiparks, wird Westerland schon von den meisten Syltern und auch Gästen wegen der städtebaulichen Missstände und oftmals chaotischen Verkehrsverhältnisse gemieden.

Auch in anderen Urlaubsorten dient die Entwicklung Westerlands schon oft als negatives Beispiel. Wenn trotz allem Negativen die Gemeinde Sylt dann mit weiteren Projekten noch mehr Verkehr und Unruhe nach Westerland holen will, dann ist das auch etwas, was nicht zu begreifen ist.“

Alfred Bartling
Morsum

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