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CDU und Grüne starten Vorstoß für Pilotprojekt in der Innenstadt

Elisabethstraße ohne Autos?

Foto: hwi Der Abschnitt der Elisabethstraße zwischen Friedrichstraße und Strandstraße soll laut CDU und Grünen für den Pkw-Verkehr gesperrt werden.

Westerland.(red/hwi) Mehr Freiräume für Fußgänger und Radfahrer, mehr Lebensqualität in der Innenstadt: Bereits im vergangenen Jahr haben der CDU-Ortsverband der Gemeinde Sylt und Bündnis 90/Die Grünen Sylt eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die sich der Optimierung des Radwegekonzeptes in der Inselmetropole widmet. „Wir freuen uns darüber, bei diesem für die Zukunft so wichtigen Thema an einem Strang zu ziehen“, betonten die beiden Fraktionsvorsitzenden Oliver Ewald (CDU) und Maria Andresen (Bündnis 90/Die Grünen) in einer Pressemitteilung.

Nun wollen die beiden Fraktionen der wachsenden Nutzung von Fahrrädern auf der Insel ganz konkret Rechnung tragen. Der Vorschlag von Oliver Ewald (CDU) und Christina Lohmann (Bündnis 90/Die Grünen), den Teilbereich der Elisabethstraße zwischen Friedrich- und Strandstraße als Begegnungszone für Fußgänger und Radfahrer auszuweisen, stieß in beiden Fraktionen auf breite Zustimmung; über diesen Antrag wird nun der Hauptausschuss beschließen, um – die Annahme vorausgesetzt – die Verwaltung mit der zügigen Umsetzung zu beauftragen.

• Dieses Projekt käme nicht nur den derzeit geltenden Abstandsregeln entgegen, es würde auch die gegenwärtige Ruhe in der Elisabethstraße durch einen deutlich verminderten Autoverkehr dann fortsetzen, wenn es in Westerland wieder lebhafter zugeht. Ein erwünschter Zusatzeffekt wäre, wenn die angrenzenden Geschäfte und Restaurants durch die angestrebte Sperrung für Pkw besser besucht würden, erläuterte Christina Lohmann und verwies auf andere Kommunen, die sich derzeit ebenfalls mit der Sperrung von Straßen zugunsten von Fußgängern und Radfahrern beschäftigen.

• So schwierig die aktuelle Lage für jeden Einzelnen ist – sie bietet zugleich die Voraussetzungen, innovative Ideen zu erproben und eingefahrene Wege zu verlassen. Dies gilt auch für eine Weiterentwicklung der Mobilität. Und dies kann in einer Zeit, in der etwa Kirchen und Schulen geschlossen werden mussten, auch die versuchsweise Sperrung einer Straße zugunsten einer veränderten Nutzung sein, verdeutlichten die beiden Fraktionen in der Mitteilung.

• „Es ist an der Zeit, sichtbare Zeichen zu setzen“, unterstrich Dr. Roland Klockenhoff (Bündnis 90/Die Grünen). Und diese sollen nach Möglichkeit ab Mai in der Elisabethstraße zu erkennen sein: Auf dem etwa 300 Meter langen Teilstück zwischen den Einmündungen Friedrichstraße und Strandstraße hätten Autos – Lieferverkehr ausgenommen – dann keine Zufahrt mehr. Dafür können dort Fußgänger und Radfahrer ungestört flanieren und radeln. „Von Vorteil ist es zudem, dass sich dieses Vorhaben mit wenigen Schritten und einfachen Mitteln umsetzen ließe“, erläuterte Kay Abeling (CDU).

• „Die Sperrung des Straßenabschnitts für den Autoverkehr würde auf den Zeitraum bis Oktober begrenzt. Dann könnten wir gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Tourismus eine Bilanz ziehen“, betonte Christina Lohmann. Sollte das Fazit positiv ausfallen, so Kay Abeling, könne man für das kommende Jahr über eine Fortsetzung beraten und gegebenenfalls weitere Straßen einbeziehen. Dr. Roland Klockenhoff (Bündnis 90/Die Grünen): „Es wäre für die Allgemeinheit sehr wünschenswert, die Innenstadt in kleinen Schritten stressfreier und lebenswerter zu entwickeln.“ Dazu sei dann auch der Verkehrsausschuss der Gemeindevertretung gefordert, mit Unterstützung des Planungsbüros, um Ziele zu konkretisieren.

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