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Torge Sievers ist neuer Leiter des 5-Städte-Heims in Hörnum

Ein offenes Ohr für die Gäste

Foto: 5-Städte-Heim Torge Sievers ist seit kurzem neuer Leiter des 5-Städte-Heims in Hörnum – derzeit aus gegebenem Anlass allerdings noch ohne Gäste.

Hörnum.(red/hwi) Torge Sievers hat sich einen anderen Start in seine Leitungsfunktion im 5-Städte-Heim erträumt: „einen fröhlicheren Start“, sagte der 45-Jährige. Stattdessen war er in den vergangenen Tagen oft allein im Heim unterwegs, um dafür zu sorgen, dass die Räume warm und trocken gehalten werden und trotzdem so viel Energie gespart wird wie möglich. Außerdem muss er dafür sorgen, dass genügend Wasser im Umlauf bleibt. „Damit sich keine gefährlichen Bakterien, zum Beispiel Legionellen, bei uns breit machen“, erzählte der frisch gebackene Hausleiter.

Torge Sievers wurde in Rendsburg geboren, wuchs aber auf Sylt auf. Sein Vater hatte sich auf der Insel als Tischlermeister selbständig gemacht. „Wir haben viele Jahre gegenüber dem Heim im Gurtdeel gewohnt. Ich habe es immer geliebt, wenn die Kinder dort herumwuselten, auf dem Sportplatz tobten und in Gruppen über die Insel zogen.“ Klar, dass der Junge damals gern Kontakte zum Fünf-Städte-Heim knüpfte. Eng befreundet war er mit Jan Lüders, dem Sohn des früheren stellvertretenden Heimleiters. Und auch mit den beiden Töchtern des späteren Heimleiters Joachim Buchmann kam Torge Sievers gut aus.

„So habe ich das Leben im und am Haus bereits früh kennengelernt. Mein Vater hat auch den einen oder anderen Auftrag im Heim bekommen“, erinnerte sich Torge Sievers. Auch er erlernte den Beruf des Tischlers, verpflichtete sich danach bei der Bundeswehr und wurde dort überdies zum Sanitäter ausgebildet. Anschließend bildete er sich zum Kaufmann im Gesundheitswesen weiter und arbeitete viele Jahre für die evangelisch-lutherische Diakonissenanstalt in Flensburg, wo seit einigen Jahren viele Sylterinnen ihre Kinder zur Welt bringen.

Torge Sievers übernahm bei der Diako die Dienstplanung des Krankenhauses in der Personalabteilung, war rechte Hand des Chefausbilders und entwickelte die Programme für den Ablauf der Dienste. Diese Talente und noch viel mehr will er nun auch im Fünf-Städte-Heim einbringen. Vorerst beschränkt sich die Personalführung aber fast ausschließlich auf die Betreuung der vier jungen Männer und Frauen, die ihren Bundesfreiwilligendienst in Hörnum ableisten. Gemeinsam hat das Quintett in diesen Wochen viele Zäune abgeräumt und Räume neugestaltet. „Ich wünsche mir ein offenes Haus für unsere Gäste“, sagte Sievers.

Dass er bald alle anderen Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen darf und das Team voll loslegen kann, wünschen sich auch Dieter Schipler, Vorsitzender des Fünf-Städte-Vereins, und Reinhold Bauerfeld, Leiter der Geschäftsstelle in Uetersen. Denn die Kosten für das Haus laufen und laufen, während die Einnahmen mindestens bis zu den Sommerferien komplett fehlen. Reinhold Bauerfeld sagt: „Wir benötigen dringend finanzielle Unterstützung von Bund und Land, um das Heim aufrechterhalten zu können. Aber es ist gut, in dieser schwierigen Zeit einen Mann im Haus zu wissen, der handwerklich geschickt und auf der Insel gut vernetzt ist.“

Zur Geschichte des Hauses: Der Fünf-Städte-Verein wurde 1948 in einem ehemaligen Erholungsheim für Luftwaffenoffiziere in Hörnum gegründet. Träger sind die Kommunen Wedel, Pinneberg, Elmshorn, Uetersen, Tornesch, Neuendeich und Kellinghusen. Etwa 440.000 Kinder aus Deutschland, Europa und den USA haben seither dort gelacht, geweint, gespielt und gebastelt, sich verliebt und Freundschaften geschlossen – manchmal fürs Leben.

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