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Torsten Hillje seit 40 Jahren bei der SVG

Der Knotenpunkt des Busverkehrs

Foto: SVG Auf dem Foto ist von links zu sehen: Torsten Hillje, Dirk Thiede (sitzend, Vater von Daniel, dem jetzigen Werkstattleiter), Jörg Nielsen, Michael Scharies und Markus Heiliger.

Insel Sylt.(hwi) Torsten Hillje feiert in diesen Tagen ein außergewöhnliches Jubiläum: Er arbeitet seit 40 Jahren bei der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG). Am 1. September 1980 hat Hillje bei der SVG angefangen – und es dort vom Lehrling zum Fahrdienstleiter gebracht. Über das, was sich in den letzten 40 Jahren verändert hat, kam der Sylter Spiegel mit ihm ins Gespräch.

40 Jahre Zugehörigkeit zur SVG – das ist ein ganz seltener Meilenstein, den Sie am 1. September gefeiert haben. Woran erinnern Sie sich am ehesten zurück, wenn Sie zurück denken?

Es gibt eine Menge Geschichten zu erzählen. Viele noch aus meiner Zeit als KfZ-Mechaniker in den Werkstätten. Dort haben wir uns oft noch nach der Arbeit auf der Werkbank bei einem Bier unterhalten. Es wurden Geschichten aus den Zeiten der Inselbahn erzählt und meine Busfahrer-Kollegen haben oft ihren Tag Revue passieren lassen.
Wir haben viel gelacht. Schön waren auch die Zeiten, als ich noch als Busfahrer die Touren ins Legoland nach Dänemark begleitet habe. Wir hatten immer vier bis fünf Stunden Aufenthalt, bevor es zurück nach Sylt ging. In Dänemark haben sich meine Kollegen und ich hin und wieder einen Bus geschnappt und sind die kurze Strecke zum Vejle Fjord zum Baden gefahren.

Sie sind seit 2011 Fahrdienstleiter. Können Sie sich noch erinnern, wie für Sie alles begonnen hat?
1980 begann ich meine Lehre zum Kraftfahrzeugmechaniker. Fünf Jahre habe ich in den Werkstätten gearbeitet. Wir haben damals ganze Busse restauriert – und das noch mit zum Teil alten Maschinen aus der Inselbahnzeit. Die Maschinen wurden über einen Zentralmotor gesteuert. Das kennt man heute gar nicht mehr. Die Restaurierung hat ein halbes Jahr gedauert. So habe ich eine Menge handwerklicher Fähigkeiten gelernt – wie Schweißen, Drehen und Lackieren.

Und was ist heute Ihre Aufgabe als Fahrdienstleiter?
Man kann sagen, alles was auf Sylt an Busverkehr passiert, geht vorher über meinen Schreibtisch. Ich bin der Knotenpunkt, wenn es ums Personal geht oder um die Absprachen mit unseren Kunden wie Jugendherbergen und Kindererholungsheimen sowie Firmen, Kreuzfahrt- und Adler-Schiffen.

Und wie hat sich die SVG allgemein verändert in den vergangenen 40 Jahren?
Alles ist moderner geworden. Sogar einen autonom fahrenden Bus haben wir in unserer Flotte. Tickets gibt es einfach per App auf dem Smartphone. Aber auch der Tourismus auf der Insel hat sich verändert. Und der hat auf uns natürlich einen starken Einfluss. Das Fahrgastaufkommen ist sehr viel größer geworden, so dass wir unseren Fahrplan in den vergangenen Jahren immer enger vertaktet haben. Unser Angebot an Fahrten auf das Festland haben wir weiter ausgebaut. Und Inselrundfahrten finden das ganze Jahr über täglich statt.

Aus der Fülle an Kundenwünschen in den ganzen Jahren – woran erinnern Sie sich immer wieder?
Vor allem die Zusammenarbeit mit Kreuzfahrtschiffen ist immer wieder spannend. Ich erinnere mich an einen Auftrag, bei dem wir acht Busse in List bereitgestellt hatten, um die Passagiere auf eine Inselrundfahrt mitzunehmen. Dann hat sich der Auftraggeber den Tidenkalender genauer angeschaut und kurzfristig festgestellt, dass sie aufgrund der Ebbe gar nicht nach List kommen. Wir haben das dann alles umgeplant, so dass die Busse den Tag darauf wieder bereitstanden. Dann kam hinzu, dass ein weiterer Auftrag für die Beförderung von 2,000 Kindern vorlag. Glücklicherweise sind wir ein eingespieltes Team und wir konnten alles unter einen Hut bringen.

Was ist Ihr größter Wunsch, den Sie für sich persönlich und für die SVG haben?

Aktuell wünsche ich mir, dass die Corona-Zeiten bald überwunden sind. Ansonsten möchte ich gesund und munter hier bis zu meiner Rente weitermachen. Und gerne auch unter dem selben Chef.

Über Torsten Hillje: Von 1980 bis 1983 absolvierte er seine Lehre als Kraftfahrzeugmechaniker bei der SVG. Danach hat er bis 1985 in der Werkstatt gearbeitet und dann seine Busführerschein erworben. Anschließend übernahm Hillje im Sommerhalbjahr Inselrundfahrten und nach dem Bau der Store-Belt-Brücke hat er mehr als 100 Fahrten nach Kopenhagen gemacht. In den Winterhalbjahren half der Jubilar weiterhin in der Werkstatt aus. Am 1. Mai 2011 wurde er dann zum Fahrdienstleiter berufen.

Über die SVG: Die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG), die mit rund 40 Bussen täglich auf Sylt richtig Gas gibt, geht zurück auf die legendäre und pittoreske Inselbahn, die von Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 70er Jahre Sommerfrischler durch die Dünen beförderte. Die SVG wurde bereits 1952 gegründet und löste damals die „Sylter Inselbahn AG“ ab.

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