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Initiative für Gemeinderat in Vorbereitung

CDU treibt das Amtsmodell voran

Foto: hwi Das Westerländer Rathaus – möglicher Sitzung einer möglichen Amtsverwaltung für die ganze Insel? Die CDU treibt das Vorhaben in diesem Monat voran.

Gemeinde Sylt.(hwi) Unter dem Motto „Eine Insel, eine Verwaltung“ treibt die CDU-Fraktion die Eingliederung der Gemeinde Sylt in das Amt Landschaft Sylt voran, dem dann alle Gemeinden auf der Insel angehören würden. Der entsprechende Antrag steht auf der Tagesordnung der nächsten Gemeindevertretersitzung, die am Donnerstag, 22. Oktober, stattfindet (19 Uhr, Friesensaal Keitum). In der CDU-Initiative wird die Gemeindevertretung aufgefordert, sich „für ein gemeinsames Amt aller Gemeinden der Insel Sylt auszusprechen“. Im Anschluss daran soll ein Antrag an das schleswig-holsteinische Innenministerium gestellt werden, über eine entsprechende Neuordnung zu entscheiden.

Die Christdemokraten begründen ihren Vorstoß damit, dass „eine Zusammenarbeit der Inselgemeinden auf Augenhöhe nicht gegeben ist“.
Und eben diese Gegebenheit wirke sich negativ auf die Zusammenarbeit der Gemeinde Sylt mit den Amtsgemeinden aus und werde von den Bürgern zurecht immer wieder moniert. Die jetzige Verwaltungsstruktur mit einer Gemeinde, die die Geschäfte der übrigen Inselgemeinden führe, sei „hinderlich“. Zudem: Auf Sylt gebe es derzeit kein Gremium, in dem insular über Verwaltungsfragen und die insulare Zusammenarbeit gesprochen werde. Entsprechend könnten keine Beschlussfassungen aller Gemeinden vorbereitet werden.
Aus Sicht der CDU würden sich unter der Rubrik „Eine Insel, eine Verwaltung“ viele Vorteile ergeben – unser Überblick:
• die insulare Verwaltung würde mit einer Stimme gegenüber Kreis, Land und Bund sprechen. Dadurch ergibt sich eine erhöhte Durchschlagskraft.
• Insulare Abstimmungsprozesse werden durch eine neutrale Verwaltung wesentlich vereinfacht und zielführender organisiert.
• Mit dem Amtsdirektor und dem Amtsausschuss gibt es eine insulare Institution und eine Person, die zusammenführend wirken wird
• Die Person der Amtsvorsteherin oder des Amtsvorstehers hat eine neutrale Funktion gegenüber den Amtsgemeinden und soll bei Angelegenheiten, die alle Gemeinden gemeinsam betreffen, ausgleichend wirken
• Politische Strukturen in den Gemeinden bleiben erhalten, insulare Abstimmungen werden aber wesentlich vereinfacht, da mit dem Amt eine gemeinsame Basis gegeben ist.
• Der Bürgermeister der Gemeinde Sylt kann sich intensiver um die Aufgabenstellung der Gemeinde mit ihren sechs Ortsteilen beschäftigen.
• Der Amtsdirektor wird vom Amtsausschuss gewählt. Dies hat den Vorteil, dass die Wahl nach fachlichen Gründen erfolgt.
• Neutralität der Verwaltungsspitze gegenüber allen Gemeinden.
• bessere insulare Abstimmung bei Förderprogrammen und Umsetzungen von gesetzlichen Vorgaben
• Aufgabenstellungen an die Verwaltung sind wesentlich besser abgestimmt und können so auch zielführender umgesetzt werden.
• Die Gemeinde Sylt behält ihren hauptamtlichen Bürgermeister.
• Der Bürgermeister der hauptamtlichen Gemeinde Sylt unterliegt mit dem Amtsmodell keinem Interessenkonflikt mehr, wenn die politischen Ziele „seiner“ Gemeinde konträr zu den Zielen einer anderen Gemeinde stehen.

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