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Eine Idee, die nicht nur Bedürftigen helfen soll

Beim Sylter Bäcker spenden

Foto: fbt Bei der Vorstellung der Aktion mit dabei (v.l.): Simon Ulrich, Thomas Raffelhüschen und Anja Lochner.

Westerland.(fbt) Es ist der vorige Mittwoch, die Bäckerei Raffelhüschen in der Kjeirstraße, vormittags. Draußen bildet sich eine Corona-Schlange: Der Laden ist beliebt.
Inhaber Thomas Raffelhüschen trifft sich mit den Pastoren Anja Lochner und Simon Ulrich, auch die Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Nordfriesland, Pastorin Inke Raabe, ist vom Festland gekommen. Von ihr stammt die Idee: Wer ein Brötchen (oder etwas anderes) kauft, zahlt zwei. Der entsprechende, überzählige Bon wird an eine kleine Tafel geheftet – und wer mag, kann sich den Bon nehmen und bekommt das Brötchen – gratis.

„Das ist etwas, wo man gleich ja sagt“, sagt Thomas Raffelhüschen zu der Initiative. Wenn die Aktion angenommen wird, kann er sich noch mehr Raffelhüschen-Filialen vorstellen, auf die dann ausgeweitet wird.

„Jeder kann sich dazu gesellen“, findet derweil Pastorin Anja Lochner, auch andere Geschäfte können mitmachen. Pastor Simon Ulrich ergänzt, gerade während der Corona-Krise habe er „erlebt, dass viele Menschen helfen wollen“. Zwar rechnen die Initiatoren damit, dass viele Bedürftige die Raffelhüschen-Filiale an der Kjeirstraße ansteuern werden. Die Aktion sei aber durchaus nicht nur an die Armen adressiert. „Jeder, der mal eine Geldbörse vergessen hat, kann die Initiative ebenfalls nutzen“, sagt Pastor Ulrich. Inzwischen hat das kleine, hübsche und magnetische Schild einen vorläufigen Platz an der Ladentheke gefunden. Für die Kassenbons sind Magnete mit Kaffeetassen vorbereitet. Raffelhüschen spricht von einer „Win-win-Situation“. Es ist eine der besonderen Art. Christen nennen sie Nächstenliebe, und das passt zum aktuellen Motto des Kirchenkreises.

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