Am 29. Dezember 1969 wurde eröffnet

Von Beginn an sehr beliebt

Auf dem Foto zu sehen: Torsten (l.) und Uwe Dau an der Rezeption des Campingplatzes Südhörn in Tinnum.

Sa, 28. Dez 2019
Tinnum

Westerland.(sc) Tinnum ist der wohl familiärste Ort der Insel, das beweist Familie Dau seit nun genau 50 Jahren. Am 29. Dezember 1969 gründete Uwe Dau gemeinsam mit seinem Opa Adolf Jensen den Campingplatz Südhörn am Ziegeleiweg. Eigentlich stand ein Campingplatz allerdings gar nicht auf dem Plan der Familie: Erst durch den damaligen Bürgermeister Karl Banusch wurden im Sommer 1969 neue Möglichkeiten eröffnet. „Er kam auf uns zu und fragte, ob wir das Land verkaufen würden, da die Gemeinde dort gern einen Campingplatz hätte“, erinnert sich Uwe Dau. „Wir haben uns dann aber dazu entschieden, diesen selbst zu betreiben.“

Viel Arbeit und Herzblut flossen in die Errichtung des Campingplatzes. Und bereits im selben Jahr gründete die Familie die OHG. „Es war ein wirklich langer und harter Winter, so verzögerte sich der Baubeginn der Gebäude auf April 1970.“ Die ersten Gäste durften sich bereits im Juli 1970 am Campingplatz Südhörn erfreuen: „Der entscheidende Tag war der 7. Juli 1970. Um 10 Uhr kam unser Sohn Torsten auf die Welt, um 11 Uhr fand die Abnahme des Platzes durch den Kreis und den Bürgermeister statt. Die ersten Gäste warteten auch schon“, erinnert sich Uwe Dau. Der neue Campingplatz erfreute sich von Beginn an großer Beliebtheit, so dass Familie Dau zusätzlich die Nachbarwiese anmietete, um alle Camper aufnehmen zu können. „Jonny Andresen hat uns damals seine Wiese überlassen, jeden Morgen kamen seine Söhne und zählten die Zelte.“ Bereits im Jahr 1971 begannen die ersten Erweiterungsarbeiten an dem charmanten Campingplatz. Nur zwei Jahre später kamen ein Kiosk und ein Restaurant dazu: „Nach diversen Wechseln hat Gerd ‚Gu-schi‘ Gennert den Kiosk übernommen und betrieb ihn für 16 Jahre“, erinnert sich Torsten Dau. „Der Kiosk war seine Welt. Leider verstarb er 2013 ganz plötzlich.“ 

1975 kam Tanja, das zweite Kind der Familie Dau, zur Welt. Die Jahre seien von da an sehr schnell vergangen, meint der Senior. „Es ist bereits 25 Jahre her, dass ich den Campingplatz an meinen Sohn übergeben habe, und ich bin unheimlich stolz auf die ganze Familie.“

Immer wieder wurden über die Jahre kleine und große Dinge erweitert, verbessert oder erneuert. „Inzwischen ist der Campingplatz meinem Sohn wie auf den Leib geschneidert.“ Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur Torsten Dau erweiterte zuletzt das Sanitärgebäude, baute ein neues Büro und darüber hinaus einen Trockenraum. „Er ist bei den Gästen wirklich sehr beliebt und hilft immer gerne, wo er nur kann“, lobt Uwe Dau. Offiziell aus der Firma ausgeschieden sei Dau Senior bereits 1995, jedoch hilft er immer noch liebend gern aus: „Es macht uns wirklich sehr viel Spaß, die Stimmung ist immer gut.“ Auch das Restaurant Janke’s gehört unverwechselbar mit zum Campingplatz. „Über die Jahre gab es verschiedene Pächter, seit diesem Jahr betreibt Pierre Kiesewski das Restaurant allein.“ 

Heute umfasst der idyllische Campingplatz in unmittelbarer Nähe zur Tinnumburg 165 Stellplätze für Wohnwagen oder Wohnmobile und einen großen Zeltplatz. 33 Stellplätze werden von Dauercampern genutzt. Dass Camping jedoch nicht nur im Sommer beliebt ist, zeigen die Belegungszahlen des Familienbetriebes: „Wir sind das ganze Jahr über sehr gut besucht“, freut sich Torsten Dau. „Silvester sind wir bereits bis auf den letzten Platz ausgebucht.“ Für die Gesamtausstattung, zu der auch ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm für Kinder gehört, wurde der familienfreundliche Campingplatz im Herzen der Insel vom Deutschen Tourismusverband mit vier Sternen ausgezeichnet: „Wir bieten unseren kleinen Besuchern einen liebevoll gestalteten Spielplatz, in der Saison ein Unterhaltungsprogramm im Kinderkino und für die Bequemlichkeit einen Babywickelraum sowie einen Tisch mit Babybadewanne“, erklärt Torsten Dau. „Zusätzlich zeichnen wir uns dadurch aus, dass wir Menschen mit Handicap barrierefreie Zugänge zu unseren sanitären Anlagen und den Küchenräumen ermöglichen.“