Gelungenes Konzert der Deutschen Stiftung Musikleben

Stars von morgen begeistern auf Sylt

Die jungen Musikerinnen und Musiker mit Irene Schulte-Hillen (Zweite von rechts).

Sa, 03. Aug 2019
Keitum

Keitum.(hwi) Die festlichen Klänge der Orgel eröffneten das Benefizkonzert: Bereits zum 19. Mal hatte die Deutsche Stiftung Musikleben in die historische Seefahrerkirche St. Severin zu Keitum zum Benefizkonzert eingeladen und präsentierte dort den Spitzennachwuchs der klassischen Musik. In den Genuss kamen rund 400 Gäste aus Politik und Wirtschaft, zahlreiche Sylter sowie Sommergäste. Das Kirchenschiff war, wie immer, vollständig gefüllt – darunter langjährige Freunde und Förderer der Stiftung wie Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble mit Frau, Gäste bereits des ersten Konzerts; Friede Springer, Heike Jahr und Jonica Jahr-Goedhart, Michael Behrendt, Gisela und Lorenz von Ehren, Iris von Arnim und Edda Gräfin Finckenstein Brinkama, die am vergangenen Freitag in die alte Seefahrerkirche gekommen waren und sich begeistert von den jungen Stipendiaten und der virtuos vorgetragenen Musik zeigten.

Das Sylter Sommerkonzert der in Hamburg ansässigen Stiftung versammelt jedes Jahr eng verbundene Freunde und Förderer zu einem stimmungsvollen Ausklang der Konzertsaison in den Sommer. Mit Händels „Ankunft der Königin von Saba“ eröffnete der 18-jährige Organist Jan-Aurel Dawidiuk den Abend auf der großen Mühleisen-Orgel St. Severins. Die jüngste Virtuosin des Abends, Julia Dietrich (15 Jahre), bezauberte auf ihrer Harfe das Publikum. Die herausragenden Preisträger des Deutschen Musikinstrumentenfonds, Veriko Tchumburidze (Violine), Karolina Errera (Viola), Dorukhan Doruk (Violoncello) und Heike Schäfer (Kontrabass), hatten gemeinsam mit Pianistin Kiveli Dörken Schuberts „Forellenquintett“ eigens für das Sylter Sommerkonzert einstudiert.

Für Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, war das Konzert wieder eine große Freude: „Dass es diese Tradition des Sommerkonzerts dank Pastorin Susanne Zingel und der Kirchengemeinde St. Severin gibt, ist wirklich großartig. Besonders dankbar sind wir auch all unseren Freunden, die mit ihrem Einsatz und ihren Zu- wendungen die Arbeit der Stiftung für den musikalischen Spitzennachwuchs dauerhaft ermöglichen.“

Beim anschließenden Empfang unter freiem Himmel, gestiftetem Wein vom Domänenweingut Schloss Schönborn, Sylter Schwarzbrothäppchen und einer schwungvollen musikalischen Zugabe kamen Musiker und Gäste der Stiftung lebhaft ins Gespräch.

Bis zum nächsten Sylter Sommerkonzert – wie immer am letzten Freitag im Juli – sind die Preisträger und Stipendiaten der Stiftung bei Kooperationspartnern im ganzen Norden zu hören:

• beim Kampener Kultursommer am 5. August, 12. August und 26. August

• bei den Musikfesten auf dem Lande des Schleswig-Holstein Musik Festivals

• in der Reihe „Junge Elite“ bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern

• und in St. Severin in der traditionsreichen Reihe der Mittwochskonzerte am 31. Juli, 7. August, 21. August, 9. Oktober, 13. November und 27. November

 

Die Künstler im Überblick:

 

• Julia Dietrich (Harfe)

• Jan-Aurel Dawidiuk (Orgel)

• Kiveli Dörken (Klavier)

• Veriko Tchumburidze (Violine)

• Karolina Errera (Viola)

• Dorukhan Doruk (Violoncello)

• Heike Schäfer (Kontrabass)

 

Die Deutsche Stiftung Musikleben

 

Seit 57 Jahren widmet sich die Deutsche Stiftung Musikleben der bundesweiten Förderung des Spitzennachwuchses in der Klassik. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten betreut die Stiftung derzeit rund 300 Stipendiaten zwischen zwölf und 30 Jahren individuell und langfristig. Der 1993 als gemeinsame Initiative mit der Bundesregierung ins Leben gerufene Deutsche Musikinstrumentenfonds stattet aufstrebende Solisten mit hervorragenden Streichinstrumenten aus. In der Konzertreihe „Foyer Junger Künstler“ bietet die Stiftung ihren „Rising Stars“ vielfältige Auftrittsmöglichkeiten, die vom Kammerkonzert über musikalische Rahmenprogramme und das traditionelle Sommerkonzert auf Sylt bis zu Debüts in großen Sälen reichen. Kooperationen mit renommierten Orchestern und Festivals ermöglichen den jungen Künstlern, sich vor großem Publikum zu präsentieren. Abgerundet wird das Förderkonzept durch Sonderpreise und Stipendien, von der Auszeichnung bei Wettbewerben über das Carl-Heinz Illies-Stipendium für junge Pianisten bis zum Gerd-Bucerius-Stipendium für ein Musikstudium an einer der großen Musikhochschulen der Welt. Mit Patenschaften geben besonders engagierte Förderer ausgewählten Stipendiaten finanzielle Unterstützung für deren musikalischen Werdegang. Die gemeinnützige Stiftung wird ehrenamtlich geleitet, seit 1992 von Irene Schulte-Hillen, und bestreitet ihr Förderprogramm unter dem Motto „Könner brauchen Gönner“ fast ausschließlich durch Zuwendungen ihrer Freunde und Förderer, die sich mit Spenden und mehr engagieren.