Sportkatamaran gekentert

Segler südlich von Sylt gerettet

Foto: © DGzRS

Auf den Seenotrettungskreuzer Ernst Meier Hedde aus Wittdün/Amrum wurde der Gerettete abgewinscht.

Sa, 03. Aug 2019
Hörnum

Hörnum.(hwi) Südlich von Sylt ist am vergangenen Freitag ein vermisster Segler von einem Hubschrauber aus der Nordsee gerettet worden. Ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte ihn an Land. Die „Komet“, ein Vermessungsschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), hatte kurz vor 14 Uhr von einem gekenterten Sportkatamaran einen Segler aufgenommen. Er berichtete, dass er seinen Mitsegler nach der Kenterung aus den Augen verloren hatte. Der Vermisste trug einen dunklen Neoprenanzug und keine Rettungsweste.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte daraufhin die Seenotrettungskreuzer Ernst-Meier-Hedde aus Wittdün/Amrum und die Pidder Lüng aus List sowie das Seenotrettungsboot Horst Heiner Kneten der Station Hörnum. Die drei Beiboote der „Komet“, der Windparkversorger „Windea Leibniz“ und sein Tochterboot sowie der Hubschrauber „Northern Rescue 01“ wurden ebenfalls in die Suche aufgenommen. Wind der Stärke fünf bis sechs und entsprechender Wellengang erschwerten die Suche.

Kurz nach 15 Uhr meldete der Hubschrauber die Sichtung des Vermissten etwa neun Kilometer südlich von Sylt. Der Mann wurde aus dem Wasser aufgewinscht und zur medizinischen Versorgung mit der Ärztin des Hubschraubers auf die Ernst Meier Hedde abgesetzt. Der Gerettete war leicht unterkühlt, aber ansprechbar. An Bord wurde er versorgt und unter Höchstgeschwindigkeit nach Hörnum gebracht. Dort wurde er an einen Rettungswagen übergeben. Sein Mitsegler war zwischenzeitlich ebenfalls an die Seenotretter übergeben worden. Auch er wurde in Hörnum an Land gebracht.

„Das war die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagte Manfred Pahlke, Vormann des Seenotrettungskreuzers. „Der Mann hat riesengroßes Glück gehabt, dass er gefunden wurde.“ Der Katamaran liegt derzeit am Rand einer Sandbank. Er soll von Mitgliedern des Wassersportclubs geborgen werden.