Die Vorsitzende der Morsumer Kulturfreunde, Maren Ehmke, im Interview

„Alle ziehen an einem Strang“

Mo, 11. Feb 2019
Morsum
,
Sylt

Morsum.(mk) Die Morsumer Kulturfreunde gehören zu den engagiertesten Vereinen auf der Insel. Der Verein organisiert nicht nur eine Vielzahl von Veranstaltungen, sondern setzt sich auch für die Lebensqualität und das Erscheinungsbild des östlichsten Inselortes ein. Auf welche Höhepunkte sich Morsumer und Gäste in diesem Jahr freuen dürfen, verrät die Vorsitzende des Vereins, Maren Ehmke, im Gespräch mit dem Sylter Spiegel. 

 

Frau Ehmke, auch im vergangenen Jahr haben die Morsumer Kulturfreunde eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert. Wie zufrieden sind Sie?

Wir ziehen ein positives Fazit. In der jüngsten Klausurtagung waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Das ist für uns eine große Motivation, den Weg weiterzugehen. 

 

Sie sprachen die Klausur der Kulturfreunde an. Da wurden auch die Weichen für das neue Jahr gestellt. Auf was dürfen sich Morsumer und Gäste in diesem Jahr freuen?

Es gibt natürlich wieder fixe Termine wie den Oster-, Weihnachts- und Herbstmarkt (Goldener Herbst) sowie unser großes Kinderfest. Insgesamt haben wir mehr als 20 Veranstaltungen unterschiedlicher Couleur zusammengestellt. 

 

Und was gibt es an Neuerungen in diesem Jahr?

Wir versuchen natürlich immer auch generationsübergreifende Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Das ist nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen, aber mit dem klassischen Konzert am 11. Mai ist uns das gut gelungen.

 

Was wird präsentiert?

Wir freuen uns auf das Zusammenspiel von Pianist Professor Christian Elsas und Hörbuchsprecher Peter Kaempfe, die erstmals in Morsum gemeinsam zu Gast sein werden. Dabei werden die Märchen von Hans-Christian Andersen im Mittelpunkt stehen. Ein schönes Event für Kinder, Eltern und Großeltern. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Konzert Anklang finden wird. 

 

Sehr engagiert hat sich der Verein auch bei der Neugestaltung des Kurparks am Muasem Hüs. Wie sieht da der Stand der Dinge aus?

Für dieses Anliegen haben wir große Unterstützung von der Gemeinde erfahren und viel positives Feedback bekommen. Um richtig loslegen zu können, bedarf es aber noch eines Beschlusses des Finanzausschusses. 

Wir hoffen natürlich, dass vielleicht schon in diesem Jahr mit der ein oder anderen Maßnahme begonnen werden kann – beispielsweise mit der Pflanzung der gespendeten Obstbäume oder mit der Installierung eines neuen Spielgerätes. Endgültig fertiggestellt sein wird der neugestaltete Kurpark wohl aber erst im Jahr 2020.

 

Das ist für die Morsumer Kulturfreunde ein ganz besonderes Jahr. 

Dann feiern wir den 30. Geburtstag unseres Vereins. 

 

Sind die Planungen dafür schon angelaufen?

Der Tag für die Feierlichkeiten ist mit dem 20. Juni bereits terminiert. Darüber hinaus haben wir schon einen Festausschuss gegründet, der die Planung übernimmt. Einzelheiten werden aber noch nicht verraten (lacht).

 

Weiter sind Sie aber schon beim angekündigten Backbuch mit Morsumer Rezepten...

Da sind wir in vollem Gange. Wir haben mehr als 100 zum Teil einzigartige Rezepte bekommen, die fleißig nachgebacken und fotografiert werden. Das Buch wird noch in diesem Jahr erscheinen. 

 

Bei der Klausurtagung der Morsumer Kulturfreunde wurde auch eine weitere Neuerung besprochen, nämlich das Boßeln mit Gästen. Was hat es damit auf sich? 

Das ist nicht ganz richtig. Wir wollen zusammen mit anderen Sylter Kulturträgern boßeln und im Anschluss ist ein Gedankenaustausch geplant.

Bei der Kommunikation untereinander ist noch Luft nach oben. Wir möchten unser Netzwerk gerne ausbauen und erweitern und noch mehr miteinander kommunizieren. 

 

Im Verein selbst wirkt die Zusammenarbeit untereinander sehr harmonisch. Können Sie diesen Eindruck bestätigen? 

Absolut! Wir haben eine tolle Zusammenarbeit bei den Morsumer Kulturfreunden. Die einzelnen Aufgaben sind auf insgesamt acht Ausschüsse und Arbeitskreise verteilt und einmal im Monat tauschen wir uns auf der Vorstandssitzung aus. Wir ziehen alle an einem Strang!

 

Spiegelt der Verein im Kleinen auch das Dorfleben in Morsum wider?

Ich denke, dass man das so sagen kann. Im Verein sind beispielsweise alle Altersgruppen vertreten – unser jüngstes Ausschussmitglied ist 20 Jahre alt und unser ältestes 80 Jahre. Auch die tolle Dorfgemeinschaft und die gegenseitige Hilfsbereitschaft werden im Verein gelebt. 

Wie viele Mitglieder hat der Verein insgesamt?

Zurzeit haben wir 331 Mitglieder. Davon sind rund 100 Mitglieder Zweitwohnungsbesitzer. Mit ihrer Mitgliedschaft wollen sie auch teilhaben an unserer tollen und funktionierenden Dorfgemeinschaft. 

 

Die Arbeit des Vereins kostet Geld. Wie finanzieren sich die Morsumer Kulturfreunde? 

Zum einen finanzieren wir uns durch die Mitgliedsbeiträge und durch Spenden, zum anderen nehmen wir Eintritt bei Veranstaltungen, der für Mitglieder der Kulturfreunde entfällt. Darüber hinaus dienen auch die Standgebühren für unsere Märkte als Einnahmequelle. 

 

Was macht für Sie persönlich das Besondere an Morsum aus?

Es ist meine Heimat, hier habe ich meine Wurzeln. Die Gemeinschaft und die Offenheit der Menschen sind toll. Alle helfen sich gegenseitig – wie in einer großen Familie.