Naturschutzgemeinschaft Sylt unter neuer Leitung

Maike Lappoehn führt Geschäfte

Das neue Team unter der Leitung von Maike Lappoehn kümmert sich nun um das Naturzentrum Braderup und die Führungen durch die Naturschutzgebiete.

Mi, 28. Aug 2019
Braderup

Braderup.(sc) Seit Anfang August steht die Naturschutzgemeinschaft (NSG) Sylt unter neuer Leitung: Maike Lappoehn war bereits 15 Jahre im Vorstand der NSG tätig, nun ist sie mit ihrem neuen Team aus vier Bundesfreiwilligendienstlern (BFD) und drei Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in ihr erstes Jahr als Geschäftsführerin gestartet. „Der Übergang ist sehr rund gelaufen“, freute sich die Kampenerin. Bereits seit einem Monat leitet sie die NSG: „Es sind schon viele Ideen entstanden, die wir in der Winterpause ausarbeiten und umsetzen wollen.“

Das diesjährige Team besteht aus sieben jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 26 Jahren. Den weitesten Weg auf die Insel hat die BFDlerin Lydia Florschütz auf sich genommen. Mehr als 1.000 Kilometer trennen sie von ihrem Heimatort Passau an der österreichischen Grenze. „Ich kannte Sylt noch gar nicht, als ich hergekommen bin“, sagte die 17-Jährige. 

„Ich bin froh, dass ich mich hier für den Naturschutz engagieren kann.“ Auch der 18-jährige BFDler Christopher Esser aus Neuss ist weit gereist, um sich für den Schutz der Sylter Natur einzusetzen. Er möchte etwas Sinnvolles tun, während er vor dem Beginn seines Studiums das Jahr überbrückt: „Es macht Spaß, mich für den Naturschutz zu engagieren.“ Auch er war vorher noch nie auf Sylt: „Es hat mir bei der Vorstellung echt gut gefallen, und so bin ich dann hier gelandet.“ 

Die vierte Bundesfreiwilligendienstlerin dieses Jahres kommt aus Tinnum. Saskia Christiansen war früher schon in einer Jugendgruppe des Naturzentrums: „Es hat mir einfach sehr viel Spaß gemacht, und ich habe das als Möglichkeit gesehen, mich für den Naturschutz zu engagieren.“ Während ihrer Schulzeit hat die 17-Jährige sich bereits bei der Plastik Crew für den Umweltschutz eingesetzt: „Es freut mich sehr, dass ich weiterhin eng mit der Gruppe zusammenarbeite.“ 

Auch vom nahen Festland hat es eine junge Frau auf die Insel gezogen. Venela, ursprünglich aus der Nähe von Bredstedt, hat ihr Studium bereits hinter sich. Die 26-Jährige will sich nun mit ihrem Bundesfreiwilligendienst praktisches Wissen aneignen: „Ich bin auch am Wattenmeer aufgewachsen, aber irgendwie wusste ich nie wirklich viel darüber.“ Nun möchte sie das Jahr nutzen, um die Natur der Insel kennenzulernen und ihr gewonnenes Wissen an andere weiterzuvermitteln.

Auch im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres finden sich ausschließlich Naturschutzbegeisterte: Greta Branow aus Hannover nutzt ihr FÖJ, um die Insel kennenzulernen: „Sylt ist unglaublich facettenreich“, freute sich die 18-Jährige, auch gefalle ihr die Kooperation mit der Plastik Crew sehr. Gutes für die Umwelt tun will auch Jannes Schwirtlich, der 17-Jährige kommt ursprünglich aus Mannheim. „Nach meinem Abitur wollte ich was Neues kennenlernen: Neue Menschen, neue Orte und Tätigkeiten.“ Neben dem Naturschutz steht natürlich auch der Spaß im Vordergrund: „Die Führungen zu leiten und das Zentrum zu betreuen, generell etwas für die Umwelt zu tun, das macht mir richtig viel Spaß.“ 

Die Naturschutzgemeinschaft Sylt kümmert sich seit fast 100 Jahren um den Naturschutz auf der Insel, unter anderem wurden dem gemeinnützigen Verein die Naturschutzgebiete Braderuper Heide und Morsum Kliff anvertraut. Fast täglich finden Führungen aller Art auf der Insel statt, die durch das Team begleitet werden. Das Clara-Enss-Haus, der Vereinssitz in Braderup, beherbergt neben der  Naturschutzgemeinschaft auch eine Ausstellung und einen großen Kräutergarten. Geöffnet ist die Ausstellung von April bis Oktober immer montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr. „Jeder, der sich für Naturschutz und die Fauna und Flora der Insel interessiert, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen“, sagte Maike Lappoehn abschließend.