Westerländer Biikefeuer am vergangenen Mittwoch

Aufruf zum Ehrenamt

Foto: © Oliver Sippel / Sylter Spiegel GmbH

Beim Westerländer Biikefeuer am vergangenen Mittwoch konnten die Teilnehmer wieder ein tolles gemeinsames Beisammensein erleben.

Mi, 28. Feb 2018
Westerland

Man könnte meinen, die Sylter Hymne „Üs Söl’ring Lön“ sei – zumindest in Teilen – am Biikefeuer gedichtet worden: „Auch jene, die ihr Zuhause auf dem Festland fanden, sehnen sich doch immer nach dir zurück“, heißt es ins Deutsche übersetzt am Ende der ersten Strophe. Niemals sonst im Jahr wird dies so deutlich wie am prasselnden Biikefeuer: Wenn es vorne heiß und hinten kalt wird, trifft man auch die vielen ehemaligen Sylter wieder, die ihren Lebensmittelpunkt schon vor Jahr und Tag an einen Ort jenseits des Hindenburgdammes verlegt haben.
Gegen 18.40 Uhr hieß es am vergangenen Mittwoch auf dem Westerländer Biikeplatz südlich des Campingplatzes „Tjen di biiki ön!“ („Zündet die Biike an!“). Hunderte Sylter und Gäste hatten sich bereits um den Berg aus Stroh und Tannenbäumen versammelt, als Sönke Hansen den Befehl zum Start des diesjährigen Westerländer Biikefeuers gab. Während der Moderator die Anwesenden noch über die Entstehungsgeschichte des Sylter Nationalfeiertags aufklärte, erreichte auch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hohenweststedt zusammen mit weiteren Hundertschaften an Fackelträgern das bereits lodernde Feuer.
Angeführt wurde der Fackelzug von Bürgervorsteher Peter Schnittgard und Bürgermeister Nikolas Häckel, der in seiner Biikeansprache den Wert der Gemeinschaft in den Vordergrund stellte. „Nur mit einer Gemeinschaft, die Halt gibt und den Zusammenhalt stärkt, können wir unseren Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Heimat übergeben.“ Diese sei mehr als Wohnraum für Sylter, fuhr der Bürgermeister fort: „Es geht darum, dass man sich die Hand reicht und zuhört, wenn es schwierig wird. Auch, wenn man vielleicht anderer Meinung ist.“ Dafür sei das Ehrenamt von besonderer Bedeutung: „Ob Sportverein, Musikverein oder Freiwillige Feuerwehr – profitieren kann nur, wer uneigennützig Leistung investiert. Hören wir auf, abzuwarten, dass ein anderer aktiv wird. Fangen wir einfach an!“