Welchen Namen soll das Gelände der ehemaligen Therme in Zukunft tragen?

Mitdenken erwünscht!

Foto: © Matthias Kerber / Sylter Spiegel GmbH

Das Gelände der ehemaligen Therme braucht einen neuen Namen. Jeder darf sich einbringen und einen Vorschlag einreichen.

Mi, 20. Feb 2019
Sylt

Gemeinde Sylt.(red) Am Tipkenhoog in Keitum am grünen Kliff wurde Ende der 60er Jahre durch den Unternehmer Beyschlag ein Freibad geschaffen. Generationen Sylter Kinder hatten dadurch Gelegenheit, ungefährdet schwimmen zu lernen, denn diese Kunst ist unter den Insulanern trotz der überall gegenwärtigen Nordsee vordem nicht selbstverständlich gewesen. Die tosende Brandung einerseits, die gefährlichen Priele andererseits und nun in Keitum endlich eine sorglose Zone wohltemperierten Schwimmvergnügens mit Bademeister und Softeisgarantie. 

Dunkle Wolken zogen auf, als nach beinahe fünf Jahrzehnten durchgehender Betriebsamkeit der bauliche Zustand eine Grundsanierung oder einen Neubau des Freibades erforderte.

Die Gemeinde suchte, nach längerem Ringen um das richtige Konzept, nach Investoren und fand sie in einem Unternehmenskonstrukt als Bau-und Betreibergesellschaft – das Ziel den Standort zur Wellnessoase und Schwimmbad für Kinder quasi multifunktionell aufzuwerten fest vor Augen. 

Leider ist dieses Schwimmprojekt auf der Hälfte des Weges havariert und statt einer sportlichen Oase bot sich denen, die ihren Blick vom Tipkenhoog hinüber auf’s Watt richteten, für viele Jahre nur eine Betonwüste.

Die geplante Therme in Keitum ging baden. Das Geld war weg, aber die Bauarbeiten lediglich zur Hälfte erledigt. 

Der Abriss der zementierten Unvernunft wurde zu einem Kraftakt für die Gemeinde Sylt, gleichwohl die Thermenfläche unbebaut zu lassen ein in seltener Einmütigkeit gereifter Entschluss.

Nun ist dieses unrühmliche Kapitel also Geschichte. Es wächst langsam Gras darüber. 

Den Platz durch eine Namensgebung, die die Geschichte spiegelt, zu würdigen, ist nun das Ende der Rettungsaktion. 

Aber wie soll er lauten? Aufgefordert ist jeder, dem dazu etwas Klingendes einfällt. 

Schriftliche Vorschläge können in den Briefkasten des Kulturvereins am Friesensaal eingeworfen oder per E-Mail an die Dorfmanagerin (dorfmanagerin@gemeinde-sylt.de) gesendet werden. Einsendeschluss ist der 20. März.

Zu der nächsten öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates Keitum werden alle Vorschläge präsentiert, der Beirat wird sich am gleichen Abend auf einen Namen verständigen. 

Im August wird durch eine feierliche Freigabe die Namensgebung offiziell verkündet.