Meerkabarett-Chef Joachim Wussow, wirft einen Blick auf die kommende Spielzeit

Reichlich Debütanten zu Gast

Foto: © Matthias Kerber / Sylter Spiegel GmbH

Mi, 17. Apr 2019
Rantum
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Sylt

Rantum. Nach der Jubiläumssaison im vergangenen Jahr wirft die 26. Auflage des Meerkabaretts ihre Schatten voraus. Auf was sich Insulaner und Urlaubsgäste ab dem 8. Juli bei mehr als 50 Veranstaltungen in der Sylt-Quelle in Rantum und im Meerkabarett Club freuen dürfen, verriet Meerkabarett-Geschäftsführer Joachim Wussow, im Gespräch mit dem Sylter Spiegel. 

 

Herr Wussow, was sind die Höhepunkte in diesem Jahr im Meerkabarett?

Wir haben auch in diesem Jahr wieder eine gute Mischung aus den Bereichen Musik, Comedy, Lesung und Kabarett zusammengestellt, so dass sicherlich für die unterschiedlichen Zielgruppen stets das Passende dabei ist. Stellvertretend für den Musikbereich möchte ich hier Michael Schulte, Max Mutzke, Wingenfelder, Ute Lemper und Axel Prahl nennen. Zum ersten Mal dabei ist der Comedian Dave Davis sowie der Schauspieler Walter Sittler, der aus Dieter Hildebrandts Buch „Ich bin immer noch da!“ liest. Da Dieter Hildebrandt vor vielen Jahren selbst bei uns auf der Bühne stand, freut es uns besonders, dass diese Veranstaltung realisiert werden konnte. 

 

Auf wie viele Premieren dürfen sich die Gäste in diesem Jahr denn insgesamt freuen?

Bei mehr als 60 Veranstaltungen feiern in diesem Jahr 16 Künstler ihre Premiere im Meerkabarett. Darüber hinaus können sich die Gäste auch über bekannte Gesichter freuen, die mit sehr gelungenen, auch neuen Programmen die Besucher überzeugen werden. 

 

Gibt es in diesem Jahr einen Künstler, der einen runden Geburtstag oder ein Jubiläum auf der Meerkabarett-Bühne feiert?

Auf der Meerkabarett-Bühne nicht direkt, aber Jörg Knör feiert in diesem Jahr nicht nur seinen 60. Geburtstag, sondern auch sein 40-jähriges Bühnenjubiläum und tritt bei uns am 8. August mit seiner „Jahr-100-Show“ auf. 

 

 

Wie viel Zeit nimmt die Zusammenstellung des Programms in der Regel in Anspruch?

Wir fangen schon während der laufenden Spielzeit an, Künstler für das neue Jahr zu verpflichten. Das ist ein kontinuierlicher Prozess. Bis Ostern sollten alle Veranstaltungstage gefüllt sein. Für das diesjährige Programm fehlt uns nur noch ein Tag. An die konkrete terminliche Planung geht es immer erst, wenn das aktuelle Programm durchgespielt ist und wir ein Feedback von Künstlern und Gästen haben. 

 

Müssen Sie besondere Überzeugungsarbeit leisten, um die Künstler von einem Auftritt im Meerkabarett zu begeistern? 

Da wir ja mittlerweile im 26. Jahr sind, kennen uns die Künstler und Agenturen schon. Das Meerkabarett hat einen hohen Bekanntheitsgrad und begeistert viele Menschen. Unsere großartigen Künstler kommen gerne nach Sylt, trotz der zum Teil erschwerten An- und Abreise. 

 

Im vergangenen Jahr konnten sie die Besucherzahlen um rund 20 Prozent steigern. Gehen Sie davon aus, diesen Trend auch 2019 fortsetzen zu können?

Das ist sehr schwierig vorherzusagen, weil das von vielen Faktoren abhängig ist. Wie ist das Wetter? Wie viele Touristen sind auf der Insel? Wir für unseren Teil haben unsere Hausaufgaben gemacht und ein, wie ich finde, sehr attraktives Angebot für die unterschiedlichen Zielgruppen zusammengestellt. Wir haben die Hand mit einem schönen Blumenstrauß ausgestreckt.

 

Wie viele andere Kulturveranstaltungen arbeitet auch das Meerkabarett defizitär. Wie sehr hat Sie es erleichtert, dass der Kulturausschuss der Gemeinde Sylt im September Ihrem Vorschlag gefolgt ist und einen Zuschuss von 100.000 Euro für die kommenden drei Jahre bereitstellte, über den Sie flexibel verfügen können?

Das gibt uns für die zukünftigen Planungen des Meerkabaretts natürlich eine gewisse Grundsicherheit, weil wir jetzt eine größere Flexibilität besitzen. Das Vertrauen zeigt uns aber auch, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird.