Gelungene Einweihungsfeier

Kindertagesstätte frisch renoviert

Mi, 13. Mär 2019
Morsum
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Sylt

Morsum.(sc) Es herrscht wieder mehr Leben im Morsumer Primarhaus: Nachdem vor knapp fünf Jahren die Morsumer Grundschule geschlossen wurde, konnte nun am vergangenen Samstag die Einweihung der frisch renovierten Kindertagesstätte gefeiert werden. „Nach der Schließung der Grundschule hatten viele Angst, dass den Kindergarten das gleiche Schicksal ereilen würde“, erinnerte sich Tobias Wahrenburg, Geschäftsführer des Gemeinnützigen Vereins für Jugenderholung als Träger der Kita. „Wir haben dafür gekämpft, dass dieses Gebäude für Kinder erhalten bleibt und ich freue mich, dass wir mit der Erweiterung einen großen Schritt in die richtige Richtung machen konnten.“ Auf der Fläche des halben Primarhauses gesellen sich zu der bestehenden Kindergartengruppe mit ihren 20 Kindern nun zwei Krippengruppen mit jeweils zehn Kindern. „Alle Krippenplätze sind bereits belegt und wir haben eine Warteliste“, ergänzte der Geschäftsführer.

Die Kinder seien bereits seit drei Monaten dort untergebracht, einige sogar noch länger: „Für Eltern, die dringend einen Krippenplatz brauchten, konnten wir dank des TSV Morsum in der ebenfalls neu renovierten Turnhalle am Primarhaus eine Übergangslösung schaffen“, erklärte Wahrenburg. Insgesamt rund 550.000 Euro seien in die Erneuerung der Kita-Räume und der Sporthalle investiert worden, erläuterte Bürgervorsteher Peter Schnittgard: „Dank des KLM, des Architekten Jörg Lippert und allen ausführenden Firmen haben wir mit dem Geld etwas Sinnvolles, Nachhaltiges und ein echtes Schmuckstück geschaffen.“

Weil der Umbau im laufenden Betrieb stattfand, war die Bauphase nicht immer ganz einfach für die Erzieherinnen, erinnerte sich Kindergartenleiterin Brigitte Diané: „Telefonate beispielsweise fanden aufgrund des Lärms meist in der Besenkammer statt.“ Dafür sei die Zeit besonders für die Kinder eine spannende gewesen: „Wir konnten dann und wann die verschiedenen Gewerke kennenlernen – ich war begeistert, wie ruhig und gelassen die Handwerker ihre Arbeit auf Kinderniveau erklärt haben.“ So wäre es wohl kaum verwunderlich, wenn zukünftig besonders viele der Morsumer Kinder selbst ins Handwerk gingen.