250 Gäste bei Jahresempfang in Wenningstedt

Immer noch zu wenig Wohnraum

Aufmerksam lauschten die rund 250 Gäste der Bürgermeisterin.

Mi, 05. Feb 2020
Braderup
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Wenningstedt

Wenningstedt.(sc) „Ein ‚Das reicht schon‘ reicht schon lange nicht mehr!“, mahnte Katrin Fifeik auf dem Jahresempfang der Gemeinde Wenningstedt-Braderup am vergangenen Freitag. Damit sprach die Bürgermeisterin auf den mangelnden Dauerwohnraum für Einwohner an – eine der größten Herausforderungen, vor denen die Gemeinde derzeit stehe. Rund 250 Gäste, darunter Bürgermeister der anderen Amtsgemeinden, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und Mitarbeiter der Inselverwaltung, lauschten ihrer Rede, in der sie auf das vergangene Jahr zurückblickte und Aussichten auf das kommende lieferte. Dabei war das Thema Wohnraum immer wieder präsent: „Unser ganzer Stolz, die Osterwiese und die Feldgasse, bieten Platz für 57 Familien.“ Der Bedarf in Wenningstedt liege aber bei 183 Wohnungen bis 2025, „daher ist es wichtig, dass wir noch unbebaute Flächen innerhalb unseres Gemeindegebietes nutzen, um dort weitere Dauerwohnraumbebauung vorzunehmen.“ 

Nicht mit eingerechnet sei zusätzlicher Wohnraum, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, beispielsweise für die Erweiterung des Wenningstedter Kindergartens. „Es ist zudem unglaublich schwer, Erzieher oder Sozialpädagogische Assistenten zu finden, da die Ausbildung bis jetzt nicht berufsbegleitend stattfindet.“ In der ersten Hälfte dieses Jahres soll die Erweiterung des Kindergartens um je eine Krippen- und Regelgruppe abgeschlossen sein. Auf einem guten Weg seien auch die geplanten Seniorenwohnungen und die Arztpraxis an der Westerlandstraße: „Ich hoffe sehr, dass die weiteren Schritte gut laufen und wir nach Beschluss der Gemeindevertretung den Zuschlag erteilen können.“ Sorgen bereitet der Bürgermeisterin die noch fehlende Bedarfsampel an der L24 auf Höhe der Norddörfer Schule. Zwar sei die Höchstgeschwindigkeit mittlerweile auf 50 Stundenkilometer herabgesenkt worden, „ein Überqueren der Straße ist dennoch lebensgefährlich. In der vergangenen Woche hat die Polizei Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen – die Höchstgeschwindigkeit lag bei 130 Stundenkilometern.“

Mit Dankesworten an die Mitarbeiter der Gemeinde und des Tourismusservice, den Bauhof, den Kindergarten und die Freiwillige Feuerwehr schloss die Bürgermeisterin ihre Rede und entließ die Gäste für den Rest des Abends in ihre zahlreich geführten Gespräche bei kühlen Getränken und kleinen Häppchen. Zuvor jedoch durfte Wehrführer Ralf Winter noch einmal die Bühne betreten und für seine langjährigen Verdienste von Katrin Fifeik das Brandschutzehrenzeichen in Gold in Empfang nehmen.