Windgeschwindigkeiten bis 75 km/h

Surf-Action auf dem Wasser

Foto: © Tino Wichmann

Philip Köster ist vor Sylt weiterhin auf Erfolgskurs.

Mi, 02. Okt 2019
Westerland

Westerland.(hwi) Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 km/h gab es beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup 2019 vorgestern bis zum Einbruch der Dunkelheit jede Menge Windsurf-Action auf dem Wasser: Im stürmischen Nordwest-Wind konnte am Morgen der vierfache Weltmeister Philip Köster (G-44) mit spektakulären Sprüngen bis ins Finale der Single Elimination vorstoßen, wo er sich allerdings dem Franzosen Thomas Traversa (F-3) geschlagen geben musste. In der Rückrunde, genannt Double Elimination, verlor Köster allerdings gegen Marcilio Browne (BRA-105), der mit den herausfordernden Bedingungen deutlich besser zurechtkam. Der Brasilianer surfte sich durch die gesamte Rückrunde und schlug mit seinen doppelten Loopings unter anderem den amtierenden Weltmeister Victor Fernandez (E-42) aus Spanien. Für Köster ist der dritte Platz dennoch ein Grund zur Freude: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Performance, es hat fast alles perfekt gepasst, so ist das eben auf Sylt mit dem Wind und der Strömung. Ich bin sehr happy mit dem Ergebnis.“ Der Deutsche hat damit die Führung der Weltrangliste übernommen und geht als Erster in das Saisonfinale der Welttour auf Maui.

Im Finale der Sieger musste sich Browne nach insgesamt mehr als 100 Minuten auf dem Wasser dem ausgeruhten Traversa geschlagen geben, der einmal mehr exzellente Wellen surfte und so schnell seine Titelverteidigung auf Sylt unter Dach und Fach brachte.

Bei den Wave-Damen ließ sich Sarah-Quita Offringa (ARU-91) aus Aruba den Sieg in der Double Elimination nicht mehr nehmen. Obwohl Maaike Huvermann (NED-108) bis ins Finale vorstieß und dabei auch Lina Erpenstein (G-423) auf Platz 4 verwies, war die neue Weltranglistenführende Sarah-Quita Offringa zu stark. Justyna Sniady (POL-1111) wurde Dritte. Steffi Wahl (G-303) erreichte nach langer Verletzungspause den sechsten Platz, da sie im Heat gegen Iballa Ruano Moreno (E-63) verloren hatte.

Somit sind nach fast elf Stunden ununterbrochenem Contest die Wellen-Wettkämpfe auf Sylt beendet. Im Freestyle und im Foil-Racing stehen in den nächsten Tagen noch spannende Entscheidungen an, wenn am Brandenburger Strand die Weltmeistertitel an die weltbesten Windsurfer vergeben werden.