Goldener 3. Advent in Dänemark für den TSV-Badmintonnachwuchs

Fünf Pokale kamen auf die Insel

Henrike Böhm, Pia Hamann und Robin Reyer zeigten sich nach dem Turnier stolz mit ihren Pokalen.

Fr, 20. Dez 2019
Sylt

Westerland.(nk) Vertreter der Badminton-Abteilung des TSV Westerland nahmen unlängst erstmals an den „Dybbøl Open“ in Sonderbørg teil. Annähernd 300 Teilnehmer aus ganz Dänemark kämpften in über 900 Spielen um die Titel in den Altersklassen U9 bis U19. Die Teilnahme an einem Badmintonturnier in Dänemark zum Jahresabschluss war für die Sylter Nachwuchstalente ein besonderes Highlight. Anders als in Deutschland, wird dort in fünf Leitungsklassen (M = Master und A bis D) gespielt. Neue Vereine und Spieler müssen erst Punkte sammeln, um dann beim nächsten Turnier in eine entsprechende Leitungsklasse aufzusteigen. Da Badminton in Dänemark „Volkssport“ ist, sind aber bereits in den unteren Klassen viele Talente auf dem Spielfeld.

Bereits am Samstag starteten mit Dominika Gorniak und Palisha Maharjan die jüngsten Insulanerinnen in der Altersklasse U13 D. Im Doppel holten sich die beiden einen sehr guten 3. Platz. Im Einzel kam nur Palisha über die Gruppenphase hinaus und kämpfte sich bis ins Finale. Letztlich war ihre Gegnerin dort zu stark, der zweite Platz aber trotz allem ein erfreuliches Ergebnis.

Am Sonntag, 3. Advent, machten sich dann am frühen Morgen drei weitere Sylter auf den Weg in die „Skansen Arena“ nach Sonderbørg. Alle drei boten in der Leistungsklasse C eine gute Leistung und wuchsen an diesem Tag über sich hinaus. Die Sylter sollten an diesem Tag sogar ungeschlagen bleiben.

 

Zwölf Siege aus zwölf Spielen

 

 Mit einer weißen Weste und dem sensationellen Ergebnis von zwölf Siegen aus zwölf Spielen holten Robin Reyer und Pia Hamann (U17/U19) sowie Henrike Böhm (U15) die Siege im Einzel. Zudem konnte das Duo Reyer/Hamann den Titel im Mixed einfahren. Was auf dem Papier einfach aussieht, war in der Praxis aber schweißtreibend und nervenaufreibend. 

Alle drei hatten nämlich mehrere kritische Situationen und packende Dreisatz-Matches zu überstehen. Robin sah beispielsweise im Halbfinale schon wie der klare Verlierer aus, nachdem er den ersten Satz mit 13:21 verloren hatte. Einmal mehr zeigte das Badmintonass, dass er Nerven wie Drahtseile hat und erkämpfte sich schließlich mit 21:18 und 21:19 den Sieg. 

Auch Henrike Böhm bewies echte Come-back-Qualitäten. So konnte sie nach einem mehr als 30-minütigen Finale mit 20:22, 21:14, 21:15 über den goldenen Pokal jubeln. Besonders spannend machte es das U17/U19-Mixed Reyer/Hamann. Alle ihre Spiele gingen über drei Sätze, und die beiden überstanden dabei alle kritischen Momente. Als sie es im Finale dann noch mit den Lokalmatadoren zu tun hatten und das Publikum gegen sich hatten, boten sie schließlich ihre beste Leitung. Mit 21:13, 18:21 und 21:18 holten sie den Turniersieg. 

Erschöpft, aber gut gelaunt kam die Truppe am späten Sonntagabend mit fünf goldenen Pokalen im Gepäck zurück auf die Insel.