Golf nach höchsten Standards

Golfclub Budersand mit Gold ausgezeichnet

Das Gold-Zertifikat als Auszeichnung für höchste Qualitätsstandards im Zusammenwirken von Golfsport und Natur wurde am vergangenen Freitag an Claudia Ebert, Eigentümerin und Präsidentin des Golfclubs Budersand Sylt, überreicht.

Fr, 15. Nov 2019
Hörnum

Hörnum.(sc) „Der Golf Club Budersand Sylt hat vorbildlich gearbeitet“, freute sich Hartmut Schneider, Sachverständiger vom Deutschen Golf Verband (DGV) am vergangenen Freitag. Als Gutachter für das DGV-Qualitätsmanagement-Programm „Golf & Natur“ überreichte er Claudia Ebert, Eigentümerin und Präsidentin des Golfclubs Budersand Sylt, das Gold-Zertifikat als Auszeichnung für höchste Qualitätsstandards im Zusammenwirken von Golfsport und Natur. „Den Weg von der Registrierung über Bronze und Silber bis hin zum jetzt geltenden, höchstmöglichen Qualitätsstandard hat der Golfclub in einer Rekordzeit von nicht einmal zwei Jahren zurückgelegt“, betonte Schneider anerkennend. 

Mag der Weg bis zur Zertifizierung noch so schnell über die Bühne gegangen sein, war es dennoch ein langer: Der Übergabe des Zertifikats war eine To-Do-Liste mit nicht weniger als 200 Punkten aus den Bereichen Natur und Landschaft, Pflege und Spielbetrieb, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur vorausgegangen, die Koordinator Dirk Hinrichsen zusammen mit Headgreenkeeper Stefan Hansen und seinem Vertreter Niels Walther abarbeiten musste. Unterstützt wurden sie dabei von Berater Roland Grüger, der im Auftrag der Sölring Foriining das Naturschutzgebiet Rantumer Dünen betreut. „Zeitweise war es schon stressig“, erinnerte sich Hinrichsen. „Aber wenn man solche Dinge auf die lange Bank schiebt, werden sie nie fertig.“

Nur 18 Hektar des insgesamt 72 Hektar großen Golfplatzes im Inselsüden werden für den eigentlichen Spielbetrieb genutzt, der Rest ist geprägt von Naturflächen und Biotopen. Das geforderte Qualitätsmanagement geht aber weit über den Naturschutz hinaus: So wurden im Laufe der vergangenen zwei Jahre nicht nur Krötenteiche und Vogelbrutgebiete angelegt, auch die Wasserqualität wurde sichergestellt und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln minimiert, Notfallkonzepte, Rettungswege und Fluchtwegepläne wurden erstellt und die Arbeitssicherheit dokumentiert: „Im Grunde ist jede Steckdose und jede Bohrmaschine von uns geprüft worden“, so Stefan Hansen. Die besondere Herausforderung lag dabei in der Dokumentation, erinnert sich der Headgreenkeeper: „Vieles gab es zuvor schon, es musste aber den Anforderungen entsprechend dokumentiert werden. Das war viel Arbeit.“

Nun kann sich der Golfclub Budersand auf den 23. Dezember freuen: Dann erhält er zusätzlich noch das Umweltzertifikat von der Deutschen Gesellschaft für Qualität.