Die Stiftungen im Potrait

Gutes für Kinder als Ziel

Klinikleiter Ingo Mansen während seiner Rede. Unten im Bild: Christel Zachert gemeinsam mit Klinikleiter Ingo Mansen.

Fr, 08. Nov 2019
Wenningstedt

Wenningstedt.(sc) Insgesamt drei Stiftungen haben dazu beigetragen, dass am vergangenen Freitag das Spielhaus und das dahinter liegende Spielschiff eingeweiht werden konnten – unser Überblick:

Die Deutsche Kinderkrebsstiftung (DKS) wurde 1995 vom Dachverband der regionalen Elterninitiativen „Deutsche Leukämie-Forschungshilfe, Aktion für krebskranke Kinder e.V.“ gegründet. Beide Einrichtungen sind durch ihre Satzung eng miteinander verwoben. In Stiftung und Dachverband, der 1980 als Zusammenschluss örtlicher Elterngruppen, Fördervereine und Förderkreise entstand und dem heute 74 örtliche Eltern- und Fördervereine in ganz Deutschland angehören, sind die Entscheidungsträger ausschließlich betroffene Eltern oder ehemals betroffene Patienten, die ehrenamtlich in den Vorständen tätig sind. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass krebskranke Kinder wieder gesund werden können und in ihrer Lebensqualität und ihren Zukunftschancen anderen Kindern nicht nachstehen. Betroffenen Familien mit kompetenter Beratung und Information zur Seite zu stehen, gehört ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Unterstützung durch den Sozialfonds in finanziellen Notlagen. In der Nähe von Heidelberg unterhält die Kinderkrebsstiftung das „Waldpiraten-Camp“ – eine Freizeiteinrichtung, die krebskranken Kindern hilft, wieder Mut und Kraft zu tanken und nach überstandener Krankheit ins normale Alltagsleben zurück zu finden. 2015 hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung von der Arbeiterwohlfahrt die Trägerschaft der Syltklinik übernommen.

Die Isabell-Zachert-Stiftung (IZS) ist eine private Stiftung, gegründet 1995 unter dem Dach der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Sie sieht ihre Aufgabe in der Verbesserung der psychosozialen Bedingungen krebskranker Kinder und ihrer Familien. Mit 15 Jahren erkrankte Isabell Zachert an Krebs. Sie starb bereits ein Jahr später nach zehn Chemotherapien. Zehn Jahre danach verarbeitete ihre Mutter Christel Zachert die Geschichte dieses letzten Lebensjahres zu einer Dokumentation, in der sie „Bellis“ Briefe, Isabells letztes Tagebuch und ihre eigenen Aufzeichnungen und Erinnerungen aus diesem Jahr einbezog. Ursprünglich nur für die Familie und Unterstützer in dieser schweren Zeit gedacht, wurde am Ende doch ein Buch daraus mit dem Titel: „Wir sehen uns wieder in meinem Paradies“. Das Buch wurde ein weltweiter Erfolg und ist bis heute in 32 Sprachen übersetzt worden. Die Honorare aus diesem Bestseller bildeten im Jahr 1995 mit 50.000 Mark das Anfangskapital für die Isabell-Zachert-Stiftung. 

Die Stiftung Kinderförderung von Playmobil wurde im Jahr 1995 von Horst Brandstätter, Inhaber der beliebten Playmobil-Figuren, ins Leben gerufen, um Kindern eine gesunde körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu ermöglichen. Ziel der Stiftung ist es, die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bereich zu unterstützen, die soziale und medizinische Betreuung von Kindern zu fördern und ihnen eine Anleitung zu aktivem und kreativem Spielen zu geben, um ihre gesunde physische, psychische und seelische Entwicklung zu gewährleisten.