6. Langes Literaturwochenende ab 12. November

Die Stars der Buchszene auf Sylt

Im breit gefächerten Programm des „6. Langen Literaturwochenendes“ ist für jeden etwas dabei.

Fr, 08. Nov 2019
Sylt

Insel Sylt.(red) Sylt im November – für die einen unwirtlich und rau, für andere die gemütlichste und reizvollste Zeit des Jahres. Gerade außerhalb der Saison bietet Deutschlands nördlichste Insel eine großartige Mischung aus intensiver Ruhe an einsamen Stränden sowie exklusiven kulinarischen und kulturellen Erlebnissen. Ein Ereignis für Sylter und Gäste, das sich als wiederkehrendes Highlight im Winter etabliert hat, ist das „Lange Literaturwochenende der Privathotels Sylt“, das von Dienstag kommender Woche, 12. November, bis einschließlich Sonntag, 17. November, bereits zum sechsten Mal stattfindet und international bekannte Autorinnen und Autoren präsentiert – in höchst exklusivem Rahmen in kleiner, feiner Runde und ganz persönlich.

Das diesjährige Programm umfasst insgesamt elf Events, die als 11-Uhr-Matinée oder Abendveranstaltung ab 17.30 Uhr stattfinden. Erstmals angeboten wird eine liebevoll gestaltete Kinderlesung, die am Samstagnachmittag, 16. November, um 15 Uhr ein völlig neues Zielpublikum anspricht: Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Mit dem Gedanken, Kinder abseits von Smartphone und Tablet-PC wieder stärker für „echte“ Bücher zu begeistern, präsentiert Stefanie Taschinski mit viel Wärme, Witz und Poesie ihre Reihe „Familie Flickenteppich“.

Die Abendlesungen finden ihren Abschluss in einem exzellenten Dinner und der Gelegenheit, die Autoren beim persönlichen Austausch in zwangloser Atmosphäre einmal ganz anders kennenzulernen. Ähnlich hochkarätig wie die seit Jahren mit renommierten Autoren besetzte Veranstaltungsreihe sind die fachlich versierten Moderatoren. 

 

Sandra Kegel, Redakteurin im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Professor Rainer Moritz als Leiter des Hamburger Literaturhauses und Dramaturgin Dr. Sonja Valentin.

Das Eventprogramm ist breit gefächert, es verspricht zahlreiche berührende wie unterhaltsame Momente. Da liest Florian Illies (Dienstag, 12. November, 18 Uhr, Hotel Budersand), langjähriger Leiter des Feuilletons bei der „Zeit“ und heute Verleger des Rowohlt Verlages, zum Auftakt aus seinem aktuellen Bestseller „1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte“. 

Der bekannte Kritiker Denis Scheck (Samstag, 16. November, 11 Uhr, Hotel Budersand) erklärt wortgewandt und einfallsreich, was unbedingt auf die „To Do“-Liste jedes Literaturliebhabers gehört – von Ovid über Shakespeare und Simone de Beauvoir bis hin zu J.K. Rowling. 

Harald Martenstein (Samstag, 16. November, 18 Uhr, Hotel Rungholt), bekannt aus dem „Zeit-Magazin“, präsentiert ein „Best-Of“ seiner eher unorthodoxen Ansichten und Betrachtungen. Subjektiv, überraschend und oft sehr witzig bespricht der große alte weiße Mann des deutschen Journalismus weltpolitisches Scheitern neben den Alltagsproblemen eines Vaters.

Außergewöhnliche Geschichten, erzählt von starken Frauen: Voller Hingabe und Neugier berichtet Karen Köhler (Donnerstag, 14. November, 18 Uhr, Feuerwache Tinnum) in „Miroloi“ von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst und sich auflehnt – gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit.

Brigitte Glaser (Donnerstag, 14. November, 11 Uhr, Hotel Budersand) führt im Roman „Rheinblick“ nach Bonn in das Jahr 1972 und wagt einen faszinierenden Blick in eine Zeit der Übergänge und Revolten. 

Kaum jemand kann so böse, witzig und rasant von eigenwilligen und doch so liebenswerten Charakteren erzählen wie Alina Bronsky (Mittwoch, 13. November, 18 Uhr, Benen-Diken-Hof). Ihr Buch „Der Zopf meiner Großmutter“ handelt von einer einst gefeierten Tänzerin und ihrem heute tyrannischen Regime im Flüchtlingsheim. 

Ursula März (Freitag, 15. November, 11 Uhr, Restaurant Brot & Bier, Keitum) liest aus ihrem Buch „Tante Martl“ über eine eigenwillige Frau, die ihr pfälzisches Elternhaus nie verließ, ledig blieb, als Lehrerin arbeitete, ferne Länder bereiste und Thomas Gottschalk aus tiefstem Herzen ablehnte.

Meike Winnemuth (Mittwoch, 13. November, 11 Uhr, Hotel Rungholt) erzählt in ihrem Tagebuch „Bin im Garten“ von ihrem neuesten Abenteuer – vom Träumen und Planen, Schuften und Graben, Säen, Pflanzen und Ernten in ihrem ersten eigenen Garten.

Auch das Thema „Bauhaus“ darf im Jubiläumsjahr 2019 nicht fehlen. Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit in Weimar: In „Wenn Martha tanzt“ schildert der Psychotherapeut und Jazzmusiker Tom Saller (Freitag, 15. November, 18 Uhr, Hotel Budersand) die gesellschaftlichen Veränderungen der 20er Jahre bis zur Machtübernahme der Nazis. Umrahmt wird die Lesung durch einen Vortrag von Nadine Engel, Leiterin der Sammlung für Gemälde und Skulptur des 19. und 20. Jahrhundert am Museum Folkwang in Essen.

Der Abschluss verspricht mitreißend zu werden: Der Literaturwissenschaftler Rainer Moritz (Sonntag, 17. November, 11 Uhr, Hotel Budersand) präsentiert mit (Jazz-)Sängerin und Hörbuchsprecherin Caroline Kiesewetter die schönsten und gleichzeitig schlimmsten Schlager seit 1945 – von Bata Illic „Ich möcht‘ der Knopf an deiner Bluse sein“ bis zu Christian Anders‘ „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“.

Alle Details zum „6. Langen Literaturwochenende“ inklusive Programm sind abrufbar unter https://privathotels-sylt.de/portfolio-view/literaturwochenende.