Commerzbank Sylt zieht Bilanz für 2018

„Ein absolut gutes Jahr“

Foto: © Heiko Wiegand / Sylter Spiegel GmbH

Do, 28. Mär 2019
Westerland

Westerland.(hwi) „Das Jahr 2018 war für uns ein absolut gutes Jahr.“ Der Filialdirektor der Commerzbank Sylt, Tobias Steiner, zeigte sich vergangene Woche in einer Pressekonferenz mit der Geschäftsentwicklung seiner Bank auf der Insel zufrieden. Die verwalteten Kundenbestände im Privatkundengeschäft wurden um 10,7 Prozent auf rund 150 Millionen Euro gesteigert. In diesem Bereich stieg die Zahl der Kunden netto um 200. „Damit konnten wir allein in den vergangenen beiden Jahren unsere Kundenzahl um rund 400 auf heute mehr als 3.300 Privatkunden steigern“, ergänzte Steiner. Und weiter: „Unsere Wachstumsstrategie funktioniert. Ein Grund dafür ist unser kostenloses Girokonto mit Startguthaben. Das bieten wir auch weiterhin an.“ Und auch die erneute Auszeichnung als „Beste Bank vor Ort“ trage dazu bei.

Im Kreditgeschäft haben niedrige Zinsen und die gute wirtschaftliche Lage das Wachstum auf der Insel angekurbelt. Im vergangenen Jahr wurden knapp 50 Prozent mehr Ratenkredite ausgereicht, das Bestandsvolumen im Bereich Immobilienfinanzierung lag Ende vergangenen Jahres bei knapp 100 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von rund zwölf Prozent.

Thema Anlagen: „Bei der Geldanlage wird weiter Geld verschenkt“, so der Filialdirektor. „Viele Menschen wissen, dass man investieren sollte, trotzdem wird zu Nullzinsen gespart.“ Denn: Wer aktuell beispielsweise Geld auf ein Sparbuch einlegt, erhält lediglich 0,01 Prozent Zinsen. Allein bei der Commerzbank Sylt lägen mehr als 26 Millionen Euro praktisch unverzinst auf Konten. „Dabei gilt auch für 2019: „Wer Vermögen erhalten will, sollte anlegen anstatt zu sparen“, ergänzte Steiner. Zugleich stelle die Commerzbank Sylt fest, dass Kunden ihre Geldanlage zunehmend in professionelle Hände geben. Auf der Insel hätten diese Anlagen inzwischen einen Anteil von 73,7 Prozent am verwalteten Vermögen.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt reflektierend, rechnet man bei der Commerzbank mittelfristig, sicherlich aber bis in die Jahre 2023/2024, nicht mit einer Steigerung der Zinsen. 

Thema Digital: Angebote aus diesem Bereich führten zu mehr Kontakt zwischen Kunden und Bank, erläuterte Tobias Steiner, „die Nutzung unserer App ist um 42 Prozent gestiegen“. Mit einem neuen Service für „Alexa“ und datengestützten Empfehlungen will die Bank ihren Kunden das Leben leichter machen. „Trotz aller digitalen Angebote wollen unsere Kunden aber nicht auf die Filialen vor Ort verzichten – und wir wollen das auch nicht.“ Allein in diesem Jahr investiere die Commerzbank bundesweit rund 20 Millionen Euro in neue Filialen. Das, so der Sylter Filialdirektor, „ist ein klares Bekenntnis zur Präsenz vor Ort“. Man wolle wachsen. Dafür müsse man beim Kunden sein.

Auch das Geschäft mit Selbständigen, Freiberuflern und Unternehmen hat die Commerzbank ausgebaut. Wachstumstreiber war das starke Kreditgeschäft, das um 7,3 Prozent auf knapp 160 Millionen Euro Bestandsvolumen gesteigert werden konnte. „Die Zahl der Unternehmerkunden ist gewachsen“, sagte Dennis Wulff, zuständig für die Unternehmenskundenberatung. Insgesamt betreut die Commerzbank in der Region Sylt/Niebüll rund 1.850 Unternehmer. „Mit neuen digitalen Angeboten wie der Liquiditätsprognose ,Cash Radar‘ und einer Plattform zur Vermittlung von Nachfolgern wollen wir weiter Kunden der Wettbewerber überzeugen; das ist im vergangenen Jahr gut gelungen“, bilanzierte Wulff.