Frage der Glaubwürdigkeit

Do, 08. Mär 2018
Sylt

Ganz so eilig, wie vor sechs Monaten angekündigt, hatte es Rainer Zerwas dann wohl doch nicht, um die erforderlichen 2.571 Stimmen zu sammeln, damit das Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Nikolas Häckel realisiert werden kann. Das Argument, er wolle den Kommunalwahlkampf für sein Vorhaben nutzen, ist keines. Wenn es ihm tatsächlich um die Sache ginge, nämlich, dass der Bürgermeister aus seiner Sicht einen schlechten Job macht und deshalb aus dem Amt gejagt gehört, hätte er sofort mit dem Stimmenfang anfangen müssen, wie vor sechs Monaten angekündigt. Deshalb muss sich Zerwas die Frage nach der Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit stellen lassen. Um die Sache geht es ihm wahrscheinlich auch gar nicht, denn die politische Präsenz von Zerwas in der jüngeren Vergangenheit bleibt überschaubar. Für wie glaubwürdig und ernsthaft die Sylter sein Ansinnen halten, wird sich in den kommenden sechs Monaten zeigen. Die Frage nach der Dringlichkeit seines Vorhabens hat Zerwas selbst beantwortet.