CDU und Grüne arbeiten eng zusammen

Allianz für das Fahrrad

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Do, 07. Mär 2019
Sylt

Insel Sylt.(mk/hwi) Das Thema ist ein Dauerbrenner in der Gemeinde Sylt: ein tragfähiges und zukunftsweisendes Radwegeverkehrskonzept für die Gemeinde zu erarbeiten. Um hierbei Fortschritte zu erzielen, haben der CDU-Ortsverband und die örtlichen Grünen eine neue Allianz geschmiedet. „Die Zahl der Radfahrer auf Sylt wächst kontinuierlich – ein erfreulicher Trend, dem jedoch in Hinblick auf die Infrastruktur oft nur ungenügend Rechnung getragen wird“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Diesen Status quo deutlich zu verbessern, ist das erklärte Ziel der beiden Parteien,  die in der Gemeindevertretung über 15 der insgesamt 29 Sitze verfügen – und damit über die absolute Mehrheit. Sie haben jetzt eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die sich insbesondere dem geplanten Radwegekonzept für Westerland widmen wird. Vorausgegangen war eine gemeinsame Fraktionssitzung, an der als Touristik-Experte auch Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft (SMG), teilnahm. Während der konstruktiven Sitzung, so die beiden Parteien, habe man viele Übereinstimmungen gefunden und eine Arbeitsgruppe mit je vier Vertretern von CDU und Grünen gebildet, deren Mitglieder bereits ein erstes Gespräch mit der Verwaltung führten.

„Wir freuen uns darüber, bei diesem für die Zukunft so wichtigen Thema gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Für die Grünen ist das Thema Radfahren ohnehin fest gesetzt, die CDU ist in den Ortsteilen der Gemeinde sehr gut vernetzt und stellt alle Ortsbeiratsvorsitzenden. Gemeinsam lässt sich da einiges bewegen“, erläutern der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Ewald und sein Parteifreund Sönke Nielsen vom Westerländer Ortsbeirat. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Maria Andresen, und Dr. Roland Klockenhoff, Vorsitzender des Umweltausschusses, betonen seitens der Grünen: „Für die Bürger wie auch für die Gäste sind die weiteren Planungen von großer Bedeutung und ein zentrales Gesprächsthema. Dem wollen wir gebührend Rechnung tragen – gerade auch unter Einbeziehung der Bürger. So könnte das Radwegekonzept zum Beispiel ein Thema für die nächste Einwohnerversammlung sein.“

Enttäuscht zeigen sich CDU und Grüne von der schleppenden Umsetzung der Planungen. Bereits im Juli 2017 wurde die Verwaltung mit der Erstellung eines Radverkehrskonzepts beauftragt – doch erst im Herbst dieses Jahres soll das Ergebnis vorliegen. Die beiden Parteien fragen sich jedoch, was passiert, wenn das erarbeitete Konzept nicht überzeugt. Erneut würde kostbare Zeit verstreichen. Um dem vorzubeugen, will die Arbeitsgruppe Impulse geben – auch für kurzfristige Maßnahmen. „Wir sind uns einig, dass wir seitens der Politik kontinuierlich eine stattliche Summe investieren müssen, damit wir eine Qualitätssteigerung für Bürger wie für Gäste erreichen und dem Umweltbewusstsein gerecht werden. Aber auch die Verwaltung muss da jetzt mehr in die Pedalen treten“, unterstreichen Andresen, Klockenhoff, Ewald und Nielsen unisono.

„Das Westerländer Gewirr von separaten Radwegen, Geh- und Radwegen, gänzlich fehlenden Teilstücken, Radwegen in nur eine oder aber beide Richtungen muss in einem fortlaufenden Prozess dringend entwirrt werden“, heißt es in der Pressenotiz abschließend.                          Foto: Archiv