BBZ Sylt zu Gast bei C.G. Christiansen

Eine Wanne voller Alkohol

Foto: © Jörg Peterkord / Sylter Spiegel GmbH

Lars-Michael Wittmeier (l.) und Brigitte Umbreit vom BBZ freuten sich über die Unterstützung durch Matthias Petersen vom CG-Hagebaumarkt.

Di, 28. Mai 2019
Tinnum
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Sylt

Tinnum.(jpe) „Wahnsinn!“ Matthias Petersen, Filialleiter des Hagebaumarkts C.G. Christiansen war ziemlich verblüfft, wie viele Liter alkoholhaltiger Getränke ein Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr konsumiert. Nicht der Zehn-Liter-Eimer und auch nicht das 50-Liter-Gefäß zeigten die richtige Antwort auf die Quizfrage des Beratungs- und Behandlungszentrums Sylt (BBZ). Es war die große Wanne, die vor dem Stand platziert war. Rund 180 Liter alkoholhaltige Getränke trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich. Mit gravierenden Folgen für den Körper. Das stimmte auch Matthias Petersen nachdenklich. Und genau das war das Ziel der „Aktionswoche Alkohol 2019“ im Diakonischen Werk Südtondern. Umso mehr freuten sich Lars-Michael Wittmeier und Brigitte Umbreit vom BBZ, dass der Baumarkt den Bereich am Eingang zur Verfügung gestellt hat.

Dort wurde an einem Aktions- und Informationsstand über das Thema aufgeklärt und bei vielen Vorbeigehenden ebendiese Nachdenklichkeit erzeugt. Sowohl für den Baumarkt als auch für die Beratungsstelle war der Infostand an diesem Standort eine Premiere. „Wir bedanken uns ausdrücklich auch für die sonstige Unterstützung durch den Hagebaumarkt“, betonten Lars-Michael Wittmeier und Brigitte Umbreit.

Rund 7,3 Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol und riskieren damit erhebliche Organschäden – bis hin zu Krebs. Daher lautete auch der Titel der Aktionswoche vom 18. bis zum 26. Mai: „Alkohol? Weniger ist besser!“

Insgesamt ist Alkohol mitverantwortlich für rund 200 Krankheiten. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse, aber auch Magen und Darm. Er zählt zu den „Top Ten“ der Stoffe, die Krebs auslösen, besonders häufig im Rachenraum, Dickdarm und in der Brust. Und er greift Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im HerzKreislauf-System an. Gesellschaftlich ist und bleibt Alkohol die gefährlichste Droge, die auch durch die Ausfallzeiten der Erkrankten erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Daher liegt ein Schwerpunkt der Arbeit des BBZ auch auf den Schulungen für Führungskräfte in Betrieben, die für das Thema sensibilisiert werden und Wege aufgezeigt bekommen, wie Mitarbeiter sowohl im „Verdachtsfall“ angesprochen als auch ansonsten vorbeugend mitgenommen werden können, ihr Trinkverhalten auf den Prüfstand zu stellen.

Die Ursachen für Suchterkrankungen sind unterschiedlich, entsprechend vielfältig sind die Unterstützungsangebote des Beratungs- und Behandlungszentrums im Kirchenweg 37 in Westerland. Telefonisch sind Brigitte Umbreit und Lars-Michael Wittmeier unter der Telefonnummer 04651 8222020 zu erreichen und ebenso per Mail: bbz-sylt@dw-suedtondern.de.