Erster Spatenstich für den Lanserhof in List

Startschuss für Millionenprojekt

Foto: © Oliver Sippel / Sylter Spiegel GmbH

Mit dem symbolischen Spatenstich starteten am vergangenen Mittwoch die Bauarbeiten für den Lanserhof, dessen Fertigstellung für 2020 geplant ist.

Di, 05. Dez 2017
List

Etwa zweieinhalb Jahre nach Bekanntwerden der Pläne, auf dem Gelände des ehemaligen Offiziersheims in List eine luxuriöse Wellnessklinik zu errichten, ist es nun soweit: Am vergangenen Mittwoch begannen mit dem ersten Spatenstich vor rund 80 anwesenden Gästen die Bauarbeiten für den Lanserhof auf Sylt – und damit für ein Großprojekt, das auf der Insel seinesgleichen sucht: Nach den Standorten im österreichischen Lans, am oberbayerischen Tegernsee und in Hamburg wird es das vierte Medical Spa sein, das die Lanserhof GmbH errichtet – und mit rund 100 Millionen Euro nicht nur das bisher größte Projekt des Unternehmens, sondern vermutlich auch die größte touristische Investition in Schleswig-Holstein.
Mit diesen Ausmaßen werde das Vorhaben inselweite Strahlkraft haben, ist sich Nikolas Häckel sicher: „Das ist ein Projekt, das nicht nur den Ort List betrifft, sondern sich auf die ganze Insel auswirken wird“, so der Bürgermeister der Gemeinde Sylt gegenüber dem Sylter Spiegel. „Zumal es ein Gästesegment bedienen wird, das hier bisher einzigartig ist.“ Bei einem Grundpreis von etwa 4.000 Euro pro Aufenthaltswoche spricht der Lanserhof nicht nur ein zahlungskräftiges, sondern auch ein internationales Publikum an: „Wir haben viele Gäste, die aus London kommen, und rechnen insgesamt mit durchschnittlich 70 Prozent internationalen Gästen“, berichtet Lanserhof-Geschäftsführer Dr. Christian Harisch, „darum werden wir ein eigenes Flugzeug haben, das die Gäste in Zusammenarbeit mit der Sylt Air von ihrem Heimatflughafen abholt.“
Für die Gemeinde List und den Rest der Insel werde das ein Gewinn sein, ist sich Ronald Benck sicher: „Weil die Saisonzeiten des Lanserhofes außerhalb der normalen Saisonzeiten liegen“, so der Bürgermeister der Gemeinde List. „Wenn im Oktober die Hauptsaison vorbei ist, geht es dort erst richtig los. Das ergänzt die Ferienzeit und hilft, dass der Ort ganzjährig belebt wird.“ Mit seinem positiven Eindruck steht er nicht allein da.