DRK-Rettungshundestaffel bekam Besuch aus Neustadt am Rübenberge

Zu Gast im hohen Norden

Foto: © oh / Sylter Spiegel GmbH

Acht Hundeführer und zehn Hunde aus Neustadt waren jetzt in List zu Besuch bei den Kollegen der DRK-Hundestaffel Sylt.

Di, 05. Jun 2018
List
,
Sylt

Die DRK Rettungshundestaffel Sylt bekam kürzlich Besuch von der DRV/DLRG Rettungshundestaffel Neustadt am Rübenberge. So trafen sich acht Hundeführer und zehn Hunde aus Neustadt mit der Staffel des DRK-Westerland zum gemeinsamen Training und Erfahrungsaustausch im Inselnorden.

Im Schnitt drei Jahre muss ein Hundeführer mit seinem Hund zweimal pro Woche trainieren, bis beide prü- fungsreif sind. In einer aufwändigen Prüfung in unbekanntem Waldgelände muss der Hund die fehlerfreie Unterordnung in der Zusammenarbeit mit seinem Hundeführer nachweisen. Anschließend gilt es, in einem drei Hektar großen Waldgebiet zwei Versteckpersonen innerhalb von 20 Minuten zu finden und dem Hundeführer durch lautes Bellen anzuzeigen. Schließlich muss der Hundeführer in einer theoretischen Prüfung Kenntnisse in Einsatztaktik, Funk- und Kartenkunde, in Kynologie – der Lehre vom Hund – und natürlich in Erster Hilfe an Mensch und Hund, nachweisen.

Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung ist ein Eignungstest. Dabei wird abgeprüft, ob der Hund verträglich mit Menschen und Hunden ist, über die erforderliche Kondition verfügt, den entsprechenden Spaß an der Sucharbeit zeigt und nicht ängstlich ist. Die Rasse spielt hierbei keine Rolle.

Die jüngeren Hunde durften sich zunächst einmal kennenlernen und ordentlich austoben. Die „Großen“ stiegen direkt ins Training ein. Auf spielerische Weise lernt der Hund Schritt für Schritt auf Personen zuzulaufen, sie zu verbellen und später auch zu suchen. Zur Belohnung gibt es jedes Mal einen Hundekeks oder das Lieblingsspielzeug. Zum Training hatten sich Gastgeber und Gäste in gemischten Gruppen zusammengefunden, um wechselseitig Erfahrungen auszutauschen. Es gibt keinen fertigen Ausbildungsleitfaden für Rettungshunde. Jeder Hund ist anders veranlagt, und muss entsprechend seinen Veranlagungen, Stärken und Schwächen individuell gefördert werden. Viele unterschiedliche Übungen und Trainingseinheiten lie- ßen den Tag wie im Fluge vergehen. Natürlich blieb während der Kaffeepause bei selbstgebackenem Kuchen auch genügend Zeit zum Fachsimpeln.

Die Mitglieder der DRK Rettungshundestaffel Sylt gehö- ren zur Bereitschaft des DRK Westerland. Sie verfügen über eine Ausbildung zum Sanitäter und nehmen neben der Rettungshundearbeit an Bereitschaftsabenden, Übungen, Fortbildungen, Sanitätsdiensten und Einsätzen der Schnellen Einsatzgruppen (SEG) teil. Ähnlich wie die freiwilligen Feuerwehren sucht auch das DRK Menschen, die bereit sind, zu helfen und sich zu engagieren – eine zeitaufwendige, aber erfüllende Freizeitgestaltung. Nähere Infos finden Interessierte unter www. drksylt.org und auf der Facebook-Seite der Rettungshundestaffel Sylt