Wie umgehen mit Staus zur Autoverladung?

Abreisegipfel im Rathaus

Foto: © Archiv / Sylter Spiegel GmbH

So wie auf diesem Foto soll der Verkehr in Richtung Verladung fießen: ausschließlich aus Richtung Süden. Aus Richtung Norden wird der Industrieweg samstags gesperrt

Di, 03. Jul 2018
Westerland
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Sylt

Wie lassen sich künftige Abreisewellen besser durch Westerland in Richtung Autoverladung kanalisieren, ohne dass allsamstäglich in der Innenstadt der Verkehr zusammenbricht? Um dieser Frage zu beantworten, traf sich in der vergangenen Woche Bürgermeister Nikolas Häckel mit Vertretern von Polizei, Sylter Unternehmern und der beiden Autozugbetreiber im Rathaus. „Wir rechnen in gut einer Woche, am Samstag, 14. Juli, mit der ersten großen Sommerabreisewelle – und das wird dann samstags zum Bettenwechsel bis Ende August so weitergehen“, sagte der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das Verkehrskonzept: Alle Autos mit Ziel Festland werden ab diesem 14. Juli nach Süden geleitet und bewegen sich von dort aus über die Lorens-de-Hahn-Straße zurück in Richtung Norden zum Autoport.

„Um ein Verkehrschaos in der Innenstadt zu verhindern, werden wir auch Straßen sperren, um den erwünschten Verkehrsfluss von Süden nach Norden nicht durch Autofahrer zu behindern, die andere Straßen nehmen, um sich dann kurz vor der Verladung irgendwo einzufädeln“, erläuterte Häckel. Genau mit solchen Aktionen werde der Verkehr in der Innenstadt an den sogenannten Peak-Tagen lahmgelegt. Deshalb werden ab dem 14. Juli samstags folgende Straßen gesperrt: der Kleine Trift bis Fisch Blum und die Linksabbiegerspur an Renault Nielsen vorbei in den Industrieweg hinein. „Die Polizei hat uns wieder ihre Unterstützung zugesagt“, so Häckel. Um den insularen Verkehr in die entgegengesetzte Richtung, also nach Süden, an Samstagen besser zu kanalisieren, soll der Poller auf der Andreas-DirksStraße zur Friedrichstraße abgesenkt werden, kündigte der Verwaltungschef an. Somit kann der Verkehr aus Richtung Norden über die Andreas-Dirks-Straße in die Bötticherstraße und von dort aus weiter Richtung Süden abfließen. „Sollte die gegenseitige Rücksichtnahme in diesem sensiblen Bereichen, wo die Fußgängerzonen die Andreas-Dirks-Straße kreuzen, allerdings nicht funktionieren, geht der Poller sofort wieder hoch, denn uns ist die Sicherheit der Passanten in den Fußgängerzonen wichtiger als die Vermeidung von Staus auf der anderen Seite der Innenstadt“, sagte Häckel.

Überdies sollen Abreisende mit dem Auto möglichst die Tagesrandzeiten nutzen, also die Zeit vor 9 Uhr morgens und nach 16 Uhr nachmittags.

Und zuletzt: Nikolas Häckel empfiehlt die Syltfähre als Königsweg für Autoreisende von und nach Sylt. „Diese Verbindung funktioniert absolut verlässlich, es sind Toiletten an Bord und man kann in Ruhe einen Kaffee trinken. Die Syltfähre ist ein guter, verlässlicher Partner; sie kann uns sehr dabei helfen, die verkehrsintensiven Tage deutlich zu entspannen.“