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Wieder mehr Gäste: An der Insel kommt keiner vorbei

Alle Wege führen nach Sylt

Foto: Flughafen Sylt GmbH Durch die Luft führen viele Wege nach Sylt. Aus allen Ecken Deutschlands werden in der Saison Linienflüge auf die Insel angeboten - der schnellste und bequemste Weg auf die Insel.

Insel Sylt.(fbt) Sie wollen mal eben schnell auf die Insel kommen? Dass wieder mehr Menschen diesen Wunsch haben, ist offensichtlich, wenn man über die Insel spaziert. Dazu später mehr.Wer kann es denn am schnellsten mit dem Weg nach Sylt? Schade, dass Sie kein Star-Trek-Fan sind. Sie wissen schon: das über die verschiedenen Filme immer größer werdende Raumschiff Enterprise aus ferner Zukunft, das eilig durch die Galaxien unterwegs ist. So eilig geht es heute noch nicht. Aber fliegen würde klappen. Einchecken abgerechnet dauert es von Hamburg gerade 50 Minuten zum Flughafen Sylt. Fast genau so schnell kommt man durch die Lüfte aus Düsseldorf (60 Minuten), Berlin (75 Minuten) oder Frankfurt (80 Minuten) hierher. Mit der Catapult-Air – der Scherz mit ernstem Hintergrund schaffte es bis in die NDR-Satiresendung Xtra3 – dauert es nur ein paar Atemzüge.

Woher die Informationen stammen? Die Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) hat auf 20 Seiten die Reisemöglichkeiten auf die Insel zusammengefasst: Neben dem Flieger gibt es Bahn, Auto und Fähre.
SMG-Chef Moritz Luft weiß noch nicht zu sagen, wie viele Gäste diese Saison kommen werden, „auch wenn das aktuelle Gästeaufkommen, verglichen mit den Junizahlen der Vorjahre, höher liegt.“ Auch die Frage, ob die Jungen fliegen und die älteren Herrschaften den Zug nutzen (oder vielleicht gar umgekehrt?), kann Luft nicht beantworten.

Und die Deutsche Bahn selbst? Mit konkreten Zahlen kann auch eine Sprecherin in Hamburg nicht aufwarten, aber: „Es steigt wieder an.“ Auch im Sylt-Shuttle sei viel los. Nicht nur in den ICs säßen Gäste, sie nutzten auch die zahlreich verkehrenden Regionalexpresse – in Lockdownzeiten waren dort in der Regel nur Reisende unterwegs, die auf der Insel arbeiten.

In Sachen Reisetagen haben Gäste die Wahl. Auf manchen Wegen geht es von Montag bis Sonntag, auf anderen nur an bestimmten Tagen – und manchmal geht ein Weg auch nur während der Saison in Richtung Insel.

Aber glauben Sie nicht, dass man immer direkt fahren kann. Ein Beispiel: Ostseeurlauber, die von der Insel Rügen mit dem Zug nach Sylt wollen, müssen bis zu sechs Mal umsteigen und ungünstigstenfalls sogar über Hamburg gondeln.

Also doch der Flieger? Durch die Lüfte führen viele Wege nach Sylt: von Mannheim, Köln/Bonn, Stuttgart, auch von Salzburg, Wien und Zürich.
Aber der klimaschützende Reisende kann aus dem äußersten Süden der Republik, aus Salzburg gar, den Zug in Richtung Westerland nehmen: In Kürze startet, wie ausführlich berichtet, der neue Nachtexpress aus Salzburg in Richtung Norden.

Und: Mit der Syltfähre können Autofahrer, Motorradfahrer, Lasterfahrer, Radler und Fußgänger den Weg per Fähre wählen, sozusagen direkt übers Wasser.
Was fehlt, ist noch immer ein Radweg auf dem Hindenburgdamm, wo links und rechts doch eigentlich Platz wäre. Der Radweg wurde immer wieder gefordert, in die Tat umgesetzt wurde er (noch) nicht.
Der Sylter Autor Boy Lornsen (1922-1995) hat in seinem Kinderbuch „Robbie, Tobbie und das Fliewatüüt“ noch eine weitere, wenn auch bislang Fiktion gebliebene Möglichkeit kreiert: Sein Fliewatüüt kann nicht nur an Land, sondern auch im Wasser fahren und selbstverständlich fliegen. Angetrieben wird das entenartige Etwas mit Himbeersaft (notfalls geht auch Lebertran), also nachwachsenden Rohstoffen. Für 1967, als das Buch herauskam, war das ganz schön weitsichtig.

Womit wir wieder beim Anfang wären. Es führen, so scheint es, nicht nur alle Wege nach Rom, sondern auch ziemlich viele nach Westerland. Der Inselort ist übrigens nicht immer Hauptanlaufpunkt der Gäste gewesen, aber das ist wieder ein anderes Thema.

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