Piraten-Sprecher übt Kritik an Meyer (SPD) - „Beispiel für Versagen“

08.03.2017

Insel Sylt/Kiel.(sam) Wegen Gleisarbeiten ist am vergangenen Wochenende der Zugverkehr von und nach Sylt für etwa 18 Stunden komplett zum Erliegen gekommen (wir berichteten ausführlich). Von Samstagabend bis Sonntagmittag war die Insel mit dem Auto nicht zu erreichen, weil zusätzlich auch noch die Fähre ausgefallen war. Dazu der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Piratenfraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, Uli König: „Einmal mehr zeigt sich, dass Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) den Bahnverkehr in Schleswig-Holstein nicht im Griff hat. Fehlplanungen wie diese sind nur die Spitze des Eisbergs. Seit November herrscht Bahnchaos auf dem Weg von und nach Sylt. Alle Versprechen von Meyer, endlich Abhilfe zu schaffen, scheinen nur Lippenbekenntnisse gewesen zu sein. Seine offensichtliche Hilflosigkeit geht dabei nicht nur an die Nerven von Pendlern und Urlaubern – sie wird für den Tourismus auf Sylt immer teurer und für die Insulaner unter Umständen sogar lebensgefährlich.“ Notfälle und Hochschwangere hätten von Samstag auf Sonntag „wohl kaum in ein Festlandkrankenhaus gebracht werden können“, wenn Sturm bzw. unwetterartiger Regen vorgeherrscht hätten. Dann, so König abschließend, wäre neben dem Zug- und Fährverkehr im schlimmsten Fall auch die Luftrettung ausgefallen.


Autor/-in: Sabrina Müller