Investition in Brandschutz - 250.000 Euro für den Friesensaal

29.03.2017

Gemeinde Sylt.(hwi) Der Keitumer Friesensaal braucht kurzfristig einen besseren Brandschutz. Die Kosten liegen bei knapp 250.000 Euro. Eine entsprechende Vorlage des Kommunalen Liegenschafts-Managements (KLM), das den Friesensaal übernommen hat, wurde von der Gemeindevertretung „ohne lange Diskussionen mehrheitlich verabschiedet“, sagte Bürgermeister Nikolas Häckel am Freitag. Zuvor hatte sich bereits der Finanzausschuss für diese Investition ausgesprochen.
Im Rahmen der Übernahme des Gebäudes, das in den 1980-er Jahren erbaut wurde, stellte das KLM fest, dass der vorhandene Brandschutz nicht den aktuellen Vorgaben der Brandschutzverordnung entspricht. Dies wird nun geändert. Unter anderem wird eine Alarmanlage eingebaut, mittels der im Brandfall auch der benachbarte Kindergarten informiert werden kann. Überdies sollen mehrere Brandschutztüren eingebaut und der Friesensaal darüber hinaus durch den Einbau von rauchdichten Abschottungen in verschiedene Bereiche abgetrennt werden können. Außerdem sollen die Lüftungs- und Blitzschutzanlage verbessert werden. In der Kostenkalkulation über 250.000 Euro ist ein Aufschlag von 20 Prozent für Unvorhergesehenes bereits einkalkuliert.
Trotz der anstehenden Sanierungsarbeiten kann der Saal unter Auflagen weitergenutzt werden. Um die weitere Nutzung zu gewährleisten, müssen Baumaßnahmen im Wert von rund 15.000 Euro vorgezogen werden – sämtlich Vorhaben, die ohnehin hätten erledigt werden müssen. Darüber hinaus muss bei Veranstaltungen im Dachgeschoss eine Brandschutzwache gestellt werden.
Der Friesensaal hätte nicht mehr genutzt werden dürfen, hätten sich die Gemeindevertreter gegen die Brandschutzsanierung ausgesprochen.


Autor/-in: Heiko Wiegand