Freiwillige, mobile Einsatzgruppe des DRK Westerland stellt sich vor - Schnelle Hilfe in besonderen Lagen

26.04.2017

Sie opfern einen Teil ihrer Freizeit für den Dienst am Nächsten (v.l.): Sylvia Mondrowski, Herwig Schattner, Martin Löding, Carmen Kloth, Christian Poetzsch und Cornelia Poetzsch. Foto: oh

Westerland.(sam) Sie sind zur Stelle, wenn Hilfe dringend gefordert ist: Insgesamt 22 hauptamtliche Rettungskräfte sowie rund 50 ehrenamtliche Frauen und Männer in der Bereitschaftsabteilung bilden das leistungsstarke Rückgrat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Westerland. Sechs von ihnen engagieren sich darüber hinaus in einer freiwilligen, mobilen Einsatzgruppe: Organisationsleiter Christian Poetzsch und mit ihm Carmen Kloth, Sylvia Mondrowski, Cornelia Poetzsch, Martin Löding und Herwig Schattner stehen in besonderen Einsatzlagen schnell zur Verfügung. Dabei kann es sich um die Nachbesetzung eines Rettungswagens handeln, wenn die anderen im Dienst eingeteilten Fahrzeuge bereits im Einsatz sind, oder aber auch um die Unterstützung der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes oder der DRK-Rettungshundestaffel.
„Wir sind ein sehr harmonisches Team, wechseln uns täglich nach einem eigenen Dienstplan ab“, berichtet Christian Poetzsch.
Die im Sommer des Jahres 2015 gegründete freiwillige mobile Einsatzgruppe absolvierte im vergangenen Jahr insgesamt 47 Einsätze, darunter 23-mal die Nachbesetzung für einen Rettungswagen. „Dadurch konnte ohne Zeitverlust auf Notfälle sofort reagiert werden“, lobt der Vorsitzende des DRK-Westerland, Karl-Heinz Kroll, das Engagement der Gruppe.
Zu Einsätzen fahren die Helfer mit dem ersten strandgängigen Notarzt-Fahrzeug, das das Rote Kreuz im Jahr 1991 erworben hatte. An Bord befindet sich das komplette Equipment für die Erstversorgung von Notfallpatienten.
„Sobald eine Ersatzbeschaffung sichergestellt ist, wird das Fahrzeug abgelöst“, stellt Kroll in Aussicht – und betont: „Der Vorstand des DRK-Ortsvereins Westerland ist stolz auf das Team, das seinen täglichen Dienst haupt- und ehrenamtlich versieht und darüber hinaus Freizeit zum Vorteil der Sylter und darüber hinaus der Gäste der Insel opfert. Dies stellt mit Sicherheit eine Ausnahme dar, die wir aus anderen Rettungsdienstbezirken so nicht kennen. Und dies zumal in Zeiten, in denen das ehrenamtliche Engagement in allen Lebensbereichen leider eher abnimmt.“


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Autor/-in: Sabrina Müller