Jana Petersen erzielt mit Flächensuchhündin Annie Bestnote in der Prüfung

Eine prima Spürnase bewiesen

Hundeführerin Jana Petersen mit Hündin Annie nach der erfolgreich bestandenen Prüfung in Bramsche bei Osnabrück.

Mi, 30. Okt 2019
Sylt

Insel Sylt.(hwi) Bei der Johanniter-Rettungshundestaffel Sylt hat jetzt Jana Petersen ihre Prüfung in der Fläche nach zweieinhalb Jahren mit Note 1 – Bestleistung – bestanden. Die Hundeführerin ist stolz auf ihre frisch geprüfte Flächensuchhündin, die Golden-Retriever-Hündin Annie. Nur geprüfte Rettungshunde-Teams dürfen in den Einsatz gehen, etwa bei der Suche nach vermissten, verwirrten oder orientierungslosen Personen. An der Rettungshundeprüfung in Bramsche bei Osnabrück nahmen 16 Teams aus ganz Deutschland teil, acht von ihnen haben bestanden.

Nach der theoretischen Prüfung mit Fragen zu Einsatztaktik, Erster Hilfe an Mensch und Tier, Wetterkunde sowie Karte und Kompass folgte der Verweistest. Hierbei musste Annie ihrer Hundeführerin anzeigen, dass sie einen Menschen aufgespürt hatte. „Dabei dürfen die Hunde dem Vermissten nicht zu nahe kommen oder ihn belästigen, denn im Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass die Hunde einen möglicherweise schwer verletzten oder verängstigten Menschen nicht bedrängen“, erläuterte Kay Bahnsen, Leiter der Johanniter-Rettungshundestaffel Sylt

Beim nachfolgenden Gehorsamkeitstest kam es auf das gute Zusammenspiel der Hunde-Mensch-Teams und auch auf das Thema Unterordnung an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert, aufmerksam bei Fuß geht oder auf Befehl vorausläuft, aus der Bewegung heraus Sitz oder Platz macht.

Im Anschluss stand für die Flächensuchhunde die Suche in einem etwa 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände an. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, zwei versteckte Verletztendarsteller zu finden, die Erstversorgung durchzuführen und weiterführende Maßnahmen anzuleiten. „Die Prüfung war sehr anspruchsvoll, zumal das Wetter nicht mitgespielt hat“, erklärte Holger Schrader, stellvertretender Ortsbeauftragter der Osnabrücker Johanniter und Mitglied der Rettungshundestaffel. Wenig Wind und viel Feuchtigkeit in der Luft, die Gerüche niederdrückt, forderten die Spürnasen der Hunde ganz besonders. Vor diesem Hintergrund seien die Ergebnisse sehr gut gewesen. „Der Prüfer lobte das tolle Team, Jana und Annie arbeiteten super zusammen“, betonte Bahnsen.