Sylter Bank freut sich über positive Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr

Weiter immun gegen Fusionsfieber

Die beiden Vorständsmitglieder Dirk Ehlers (l.) und Thomas Bender zogen für die Sylter Bank jetzt eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2018.

Mi, 12. Jun 2019
Sylt

Insel Sylt.(jpe) Klein aber fein, so sieht sich die Sylter Bank. Mit einer Bilanzsumme von 430 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018, die sich um 2,8 Prozent oder elf Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat, nimmt sich das Geldhaus zu den anderen bundesdeutschen Genossenschaftsbanken recht bescheiden aus. Deren durchschnittliche Bilanzsumme liegt bei etwa 900 Millionen Euro. Von einer Kernkapitalquote von rund 19,6 Prozent sind andere Wettbewerber indes weit entfernt. Die Sylter Bank erfüllt die von der Bankaufsicht geforderte Quote also „sehr auskömmlich“. Auch deswegen sind die beiden Vorstandsmitglieder Dirk Ehlers und Thomas Bender stolz auf die erreichten Zahlen. Größe sei eben nicht alles. Beide bevorzugen ein gesundes Wachstum und gesicherte Eigenständigkeit gegenüber einer schnellen Entwicklung durch Zusammenschlüsse. Im Fokus stehe eben die nachhaltig positive Geschäftsentwicklung, die das eigenständige Kredithaus gegen gegebenenfalls grassierendes Fusionsfieber weiterhin immunisieren soll.

Auch das Kreditgeschäft ist im Berichtsjahr um vier Prozent gewachsen. Die Forderungen der Bank an Kunden erhöhte sich um 17 Millionen Euro auf 320 Millionen Euro. „Wir können das, was andere Banken auch können, sind aber gleichzeitig schneller und flexibler in der Bearbeitung individueller Kundenwünsche“, erklärte Vorstandsmitglied Dirk Ehlers in der Bilanzpressekonferenz. Und trotz historisch niedriger Zinsen stiegen sogar die Kundeneinlagen um 5,6 Millionen Euro auf 332 Millionen Euro.

Kern des Geschäftsmodells bleibe das Geschäft mit den Menschen auf der Insel, mit denen die Mitarbeiter der Sylter Bank im Jahr 2018 insgesamt 2.720 Beratungsgespräche geführt haben. Doch auch auf der Insel ändert sich das Kundenverhalten. Die Online-Filiale ist die bei weitem bestbesuchte Filiale der Sylter Bank. 3.200 ihrer Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte in Teilen online und damit unabhängig von den Öffnungszeiten ab. 

„Das Bargeld stirbt aus“, erklärte Vorstandsmitglied Thomas Bender unmissverständlich. Dennoch betrachte die Bank das stationäre Geschäft in den Filialen der Insel weiterhin als Kern ihrer Aktivitäten. Daher würden auch weiterhin die beiden Kassenschalter in Keitum und Westerland betrieben. Schließlich sollen die Kunden auch in Zukunft die Wahl haben, wie sie ihre Bankgeschäfte abwickeln möchten, so Bender abschließend.