Polizei zeigte über Pfingsten auf Sylt Präsenz – 1.500 Fahrzeuge geprüft

Mit 95 Sachen durch Keitum

Unser Archivbild zeigt eine Verkehrskontrolle der Sylter Polizei vergangenen Winter am Sportzentrum in Tinnum. In diesem Fall hieß es danach: freie Fahrt!

Mi, 12. Jun 2019
Sylt

Insel Sylt.(hwi) Beamte der Sylter Polizei haben mit Unterstützung von Kräften vom Festland am vergangenen Pfingstwochenende gemeinsame Verkehrskontrollen durchgeführt. Wegen verschiedener Schwerpunkte legte die Polizei entsprechend angepasste Einsatzzeiten fest: Geschwindigkeits- und allgemeine Verkehrsüberwachungen wurden am vergangenen Freitag und Samstag tagsüber durchgeführt – und in der Nacht von Freitag auf Samstag nahmen die Streifen die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer ins Visier.

Die Beamten prüften die Geschwindigkeit von 1.500 Fahrzeugen. Als Ergebnis stellte das Mess-Team eine Überschreitungsquote von mehr als 30 Prozent fest – üblicherweise liegt diese Quote zwischen 10 und 15 Prozent. Es wurden 69 Bußgeldverfahren eingeleitet, 501 Fahrer kamen mit einem Verwarnungsgeld davon. Gegen 15 Fahrer wird ein Fahrverbot angeordnet. Am auffälligsten war eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Munkmarscher Chausse in Keitum. Dort wurde innerorts ein Pkw mit 95 km/h gemessen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag sowie am Samstagnachmittag kontrollierte die Polizei mit sechs Streifenwagenbesatzungen etwa 90 Fahrzeuge. Hierbei wurden 30 Alkohol- und Drogentests durchgeführt. Es wurden acht Blutentnahmen (fünfmal Alkohol, dreimal Drogen) angeordnet, bei zwei weiteren Fahrern wurde die Fahruntüchtigkeit anhand eines Alkoholtestgerätes nachgewiesen. Als Ergebnis war festzustellen, dass zahlreiche Fahrer alkoholisiert am Steuer saßen. Am auffälligsten war das Fahrverhalten einer 19-jährigen Sylterin, die am Samstagmorgen um 2.05 Uhr mit ihrem Fiat von Kampen in Richtung Wenningstedt unterwegs war: Einer Polizeistreife fiel sie auf, als sie ohne erkennbaren Grund von der Fahrbahn auf eine Bushaltestelle und wieder zurück auf ihren Fahrstreifen wechselte. Offenbar hielt sie die Bushaltestelle für einen rechten Fahrstreifen. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten einen Atemalkoholwert von über 1,4 Promille fest. Das Verhalten der Fahrerin ließ außerdem Drogenkonsum vermuten. Ein durchgeführter Test bestätigte den Konsum verschiedener Drogen. Ergebnis: mindestens ein Jahr lang ist der Führerschein weg.