SWG äußert sich zur möglichen Gefährdung des Denghoogs

„Sind alle dafür verantwortlich“

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Mi, 12. Jun 2019
Sylt

Insel Sylt.(hwi) Die Fraktion der Sylter Wählergemeinschaft (SWG) hat sich in einer Pressemitteilung zum Thema mögliche Gefahren für den Denghoog geäußert. So heißt es in der Mitteilung: „In der Gemeinde Sylt wurden bereits Bauvorhaben durch das Archäologische Landesamt in Kiel versagt, da die Sichtachse auf ein denkmalgeschütztes Gebäude beeinträchtigt wurde, zum Beispiel durch die beabsichtigte Schaffung von bezahlbarem Dauerwohnraum auf dem ehemaligen Areal der Grundschule in Morsum.“ In Wenningstedt gebe es das Steinzeitgrab Denghoog, das unter Fachleuten zu den bedeutendsten Steinzeitgräbern in Nordeuropa gezählt werde. „Diese mehr als 5.000 Jahre alte Megalithanlage liegt direkt neben der Friesenkapelle und ist als Teil der Menschheitsgeschichte von hoher Bedeutung. In der unmittelbaren Nähe soll jetzt ein Bauvorhaben eines Investors durchgeführt werden. Im Denkmalschutzgesetz heißt es in Paragraf 16, die Eigentümer eines Denkmals haben dieses vor Gefährdung zu schützen. Jeder vermag selbst zu beurteilen, ob bei den zu erwartenden schweren Baufahrzeugen und Lkw und den daraus resultierenden Belastungen eines solchen Vorhabens sowohl für den Grund als auch für die Umgebung eine Gefährdung gegeben sein könnte“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Sylter Wählergemeinschaft spricht sich in ihren Zeilen vehement für den Schutz des Denghoogs aus und fordert das archäologische Landesamt dazu auf, „seine Haltung zu dem Bauvorhaben grundlegend zu überdenken – Denkmalrecht geht vor Baurecht!“ Sollte dieses Kulturdenkmal durch das geplante Bauvorhaben beschädigt werden oder aus Sicherheitsgründen künftig nicht mehr begehbar sein, „sind wir alle dafür verantwortlich. Die einen mehr, die anderen weniger“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.