Im Garten: Werkzeuge checken, Hochbeete bauen, Bäume schneiden

Frühjahr: Vorbereitung läuft

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Mi, 04. Mär 2020
Westerland

Insel Sylt.(fbt) Manuela Bonhoff und Martina Nissen vom Gartenverein Gösing (Kreis Westerland) sind gut beschäftigt. Im Garten gibt es immer etwas zu tun, sagen die beiden Frauen. Beide sind erfahrene Hobby-Gärtnerinnen, Manuela Bonhoff sogar ausgebildete Fachberaterin. Sie haben viele Ratschläge für andere Hobbygärtner parat.

Der Boden, sagen sie, wird erneuert, im letzten Jahr gesammelter Kompost gesiebt und in die Beete eingebracht. Der Rasen braucht mehr Luft, wird also vertikutiert, Bäume, Rosen und Hortensien zurück geschnitten. Und die  Hecke? „Jetzt sitzen die Vögel in den Hecken“, sagt Manuela Bonhoff. „Der erste Grundschnitt ist im Juni, dann erst wieder nach der Brutzeit der Vögel“. Im September gebe es dann einen Formschnitt.

Dafür können die Gartengeräte und die Bewässerungsanlagen überprüft werden. Manuela Bonhoff und Martina Nissen haben zwar bis April kein Wasser in ihrer Kleingartenanlage, „aber Strom immer“. Die Hütte wird, wenn nötig, ausgebessert. Martina Nissen: „Ich habe jetzt Hochbeete neu gebaut“. Die Vorbereitungsarbeiten dauern vier bis fünf Monate, „das soll nicht in den Sommer reinfallen“. Dann werde schließlich geerntet, eingekocht und Unkraut aus dem Garten entfernt. Wann werden die neuen Pflanzen in den Boden gesät oder gepflanzt? Jetzt können Zwiebeln, Kartoffeln (bis 21. April), Radieschen in den Boden gebracht werden. Martina Nissen ergänzt, dass Gurken und Tomaten nach den Eisheiligen (im Mai) und „alle Wasserpflanzen“, zu denen etwa Kürbis und Zucchini zählen, ab 25. Mai in den Boden könnten. „Ab März können alle Wurzeln angepflanzt werden“, also Karotten und Sellerie. Aber auch in der heimischen Wohnung gibt es genug zu tun: Manuela Bonhoff zieht dort Pflanzen vor, Martina Nissen berichtet von Tomaten auf dem Balkon. Ein eigener Garten, so die beiden Frauen, bringt durchaus Unabhängigkeit: Im Sommer können sie von der eigenen Ernte leben, „und es schmeckt einfach besser“. Zum noch weit entfernten Erntedankfest im Herbst bringen sie dann von ihrer Ernte etwas in die Kirche, berichten die Frauen. „Es macht einfach Spaß“, sagen die beiden Gartenfreundinnen, die gern mit ihren Nachbarn fachsimpeln und die Gemeinschaft in der Kleingartenanlage pflegen.