Der Henner-Krogh-Förderpreis ist zurück

Sechs Musiker gehen an den Start

Foto: © J.A.W.

Die Teilnehmer J.A.W

Fr, 31. Jan 2020
Sylt

Insel Sylt.(red/nk) Nachdem sich die Initiatoren aufgrund der etwas mauen Bewerberlage im vergangenen Jahr zu einer Absage entschließen mussten, meldet sich der Henner-Krogh-Förderpreis in 2020 frisch gestärkt zurück: Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen und einem Auswahlprozess haben nun sechs Musiker den Sprung in diesen für Sylter Nachwuchsmusiker konzipierten Wettbewerb geschafft, der am Samstag, 1. Februar, im Congress Centrum Sylt zum 31. Mal stattfinden wird. 

Insgesamt 12.555 Euro Preisgeld werden an dem Abend ausgelobt. 5.555 Euro sind es im Rahmen des Förderpreises. Hinzu kommt der von Reinhard Mey gestiftete Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro für den besten deutschsprachigen Beitrag und – in 2020 erstmalig – eine vom Sylter Unternehmer Öger Akgün gesponserte Musikreise im Wert von 4.000 Euro. Unter dieser Musikreise kann sich ein mehrtägiger Studioaufenthalt, ein Konzertbesuch mit Rahmenprogramm oder auch die Teilnahme an musikalischen Weiterbildungsangeboten verbergen. Dabei haben sich die Initiatoren bei der Vergabe dieser Musikreise etwas ganz besonderes einfallen lassen, denn erstmalig in der Geschichte des Förderpreises wird es ein Publikums-Voting geben. Möglich macht dies das Entwicklerteam des Start-Up-Unternehmens Core Development, bestehend aus Moritz Beck und dem Sylter Schüler Fynn Weyrich, welches eigens hierfür ein entsprechendes Online-Votingsystem vorbereitet hat. Musikalisch erwartet die Zuschauer wieder eine enorme Qualität und Vielfalt, die gerade vor dem Hintergrund der regional doch begrenzten Insel Sylt wirklich beeindruckend ist. Zudem ist die  Anzahl an Songs und Kompositionen aus eigener Feder diesmal auffallend hoch. Die Jury, die sich in diesem Jahr aus Elke Wenning (Veranstaltungsleiterin Kursaal3), Markus Gieppner (Mitglied im Henner-Krogh-Kuratorium), Joel Havea (Singer-Songwriter aus Hamburg), Leon Kraack und Leon Mancilla (beide von der Band „Salamanda“) sowie Pete Sage („Santiano“) zusammensetzt, wird es also an diesem Abend sicher nicht leicht haben.

Wer ist mit dabei?

 

Den Anfang machen „Cara & Nina“ (Cara Marten, Gesang / Nina Theuner, Klavier), ein Duo, welches sich gerade erst vor wenigen Wochen zusammengetan hat. Beide hatten unabhängig voneinander immer den Wunsch, einmal beim Henner-Krogh-Förderpreis mit dabei zu sein. Nina Theuner ist zudem mit gerade erst 14 Jahren die jüngste Teilnehmerin in diesem Jahr.  

Weiter geht es mit „J.A.W.“, ein Geschwister-Duo bestehend aus Josie und Aaron Wickers. Beide machen bereits seit über zehn Jahren gemeinsam, aber auch in anderen Band-Konstellationen, Musik. Sie präsentieren Acoustic-Pop, darunter auch zwei deutschsprachige Eigenkompositionen. Josie Wickers ist Lehrerin am Schulzentrum Sylt und begleitet dort das Schulbandprojekt.

Seit einigen Jahren hat sich auch Rap-Musik im Repertoire des Förderpreises etabliert. Gleich zwei Startnummern dieser Stilistik finden sich diesmal im Teilnehmerfeld: Hinter dem Namen „Jan!Solo“ verbirgt sich Jan-Hendrick Otten, der Ende der 90er Jahre seine Liebe zur Rapmusik entdeckte und seitdem selbst „Mucke“ macht. Auch er ist Lehrer am Schulzentrum Sylt und ergreift nun die Chance, seine selbstgeschriebenen Stücke beim Förderpreis einem größeren Publikum vorzustellen. Er wird als Startnummer 3 auf die Bühne gehen.Bereits direkt danach mit Startnummer 4 gibt es dann ein Wiedersehen mit dem Sylter Rapper KCee Caine, der schon bei vorangegangenen Förderpreisen immer mal wieder mit dabei war und sowohl Publikum als auch Jury mit seinen direkt ins Herz gehenden Texten überzeugte. Er wird begleitet von der Background-Sängerin „Jazzy“ (Raufatu Jasmin Braimah) sowie von „DJ Fetzo“ (Christian Schwensen) und „Mr. Digi Dee Soul“ (Dirk Timmermann), die für den entsprechenden Groove sorgen werden.

Weiter geht es mit dem Duo „Laila Zoel & LeftLukas“, ebenfalls zwei Vollblutmusiker, die sich musikalisch für den Förderpreis zusammengetan haben. Laila Zoe Fletemeier kennt den Förderpreis bislang nur aus der Zuschauerperspektive, wagt nun aber den Schritt auf die große Bühne, um ihr stimmliches Potenzial mit vornehmlich eigenem Songmaterial zu zeigen. Gemeinsam mit Lukas Prautsch wird sie dem Publikum eine gehörige Portion Soul und R&B einhauchen.Den Schlusspunkt setzt dann „Zaynab“ (Zaynab Abdelkarim). Mit gerade einmal 18 Jahren präsentiert sie als Solistin am Klavier gefühlvolle englischsprachige Eigenkompositionen sowie eine Instrumentalimprovisation. Auch sie hat schon früh angefangen, sich intensiv mit dem Musikmachen zu beschäftigen und eigene Stücke zu entwickeln.   Sehen – und vor allem hören – lassen kann sich auch das Rahmenprogramm: Die Flensburger Band „Silent Attic“ setzt mit treibendem Garage-Rock und einem Hauch „Indie“ genau den richtigen Farbtupfer, der den Abend abrunden wird. Und auch Jurymitglied beziehungsweise Singer-Songwriter Joel Havea wird es sich nicht nehmen lassen, selbst zur Klampfe zu greifen und eine Kostprobe seines Repertoires zu liefern. 

Durch den Abend führen wieder in gewohnt lockerer Form Sünje Goldbaum und Förderpreis-Organisator Ron Glauth. Die Zuschauer dürfen sich am Samstag, 1. Februar, auf jede Menge Überraschungen freuen. Los geht es um 19 Uhr im Congress Centrum Sylt (Friedrichstraße 44 in Westerland). Karten sind zum Preis von 13 Euro an allen insularen Vorverkaufsstellen erhältlich (für Schüler, Azubis und Studenten gilt ein vergünstigter Preis von 10 Euro je Karte). Restkarten gibt es an der Abendkasse. 

Veranstalter ist die Gemeinde Sylt.